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14.04.2003
 

Rettung irakischer Kulturgüter

Powell sagt amerikanische Unterstützung zu

Reaktion auf internationale Kritik: US-Außenminister Colin Powell hat der Weltkulturorganisation Unesco Hilfe beim Schutz und der Wiederbeschaffung der von Plünderungen und Zerstörung bedrohten Kulturgüter des Irak zugesagt.

Geplündertes irakisches Nationalmuseum: "Die USA verstehen ihre Verpflichtungen"
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DPA

Geplündertes irakisches Nationalmuseum: "Die USA verstehen ihre Verpflichtungen"

Washington - Nach den Plünderungen irakischer Museen wollen sich die USA um eine Wiederbeschaffung der Kunst- und Kulturschätze bemühen, kündigte Außenminister Colin Powell am Montag in Washington an. Die USA würden außerdem in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und der Unesco dafür sorgen, dass die Museen besser gesichert und beschädigte Güter restauriert würden, fügte Powell hinzu.

Die US-Regierung habe in diesem Zusammenhang bereits Kontakt mit dem griechischen Außenminister Giorgos Papandreou aufgenommen. Griechenland habe mit derartigen Angelegenheiten Erfahrung. Amerika wolle jedoch insgesamt eine Führungsrolle bei der Sicherung der Kunstschätze übernehmen.

"Die USA verstehen ihre Verpflichtungen", sagte Powell und reagierte damit auf die international laut gewordene Kritik an den amerikanischen Truppen, denen es am vergangenen Freitag nicht gelungen war, die Plünderung und teilweise Zerstörung des Nationalmuseums von Bagdad zu verhindern. Die Unesco hatte die Amerikaner am Montag aufgefordert, tätig zu werden, ehe es endgültig zu spät sei und als Sofortmaßnahme eine polizeiliche Schutztruppe für Museen und Kulturgüter gefordert. Scheinbar mit Erfolg: Das Bagdader Museum sei, so Powell, "eines der großartigsten Museen der Welt" und die USA würden eine Führungsrolle bei der Restauration des Gebäudes übernehmen.

Am Dienstag soll es bereits ein ersten Treffen mit einigen der, so Powell, weltweit anerkanntesten Experten irakischer Kunstgeschichte geben, um den durch die Plünderungen entstandenen Schaden zu bewerten. Ein weiteres Treffen ist für den 29. April im Londoner British Museum geplant.

Abgesehen von dem Museum in Bagdad wurde am vergangenen Wochenende auch ein Museum in Mosul verwüstet und geplündert. In dem Gebäude befanden sich antike Schriftstücke, unter anderem eine der ältesten Kopien des Koran, die Medienberichten zufolge einem Feuer zum Opfer fiel.

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