Berlin - Mit stehenden Ovationen feierten die Besucher des Festaktes den 63jährigen Weltstar der Architektengilde, als dieser in der Rotunde des Alten Museums in Berlin den Pritzker-Preis entgegennahm. "Das ist eine außerordentliche Ehre für mich und eine Feier für die Architektur", bedankte sich Foster und machte den Berlinern das Kompliment, der Pritzerpreis sei dieses Jahr in der "europäischsten Stadt" verliehen worden.

Berlins Bürgermeister Eberhard Diepgen gratuliert Norman Foster
In der Jurybegründung wird die soziale Dimension der Architektur Fosters gewürdigt, ebenso wie die Verbindung von hohen technologischen Standards mit ökologischen Ansprüchen. Das Preisgeld von 100.000 Dollar will der 1990 geadelte Sir Norman seiner Stiftung für Architekturstudenten in London zur Verfügung stellen. Foster ist nach Sir James Stirling der zweite Engländer, der den vor 21 Jahren ins Leben gerufenen Pritzker-Preis erhielt. Der renommierte Preis der amerikanischen Hyatt-Stiftung wird jedes Jahr an einen Architekten verliehen. Vorjahressieger war der Italiener Renzo Piano (Centre Pompidou in Paris, Masterplan für den Potsdamer Platz in Berlin), der anläßlich der diesjährigen Verleihung nach Berlin gekommen war.
Seit der Eröffnung des Berliner Reichstags am 20. April pilgerten bereits 300.000 Besucher die geschwungene Rampe der Glaskuppel hinauf und warfen von der Dachterrasse des Gebäudes einen Blick auf die Regierungsbaustellen.
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