Frankfurt am Main/Zürich - Er galt als Vertreter der "Neuen Frankfurter Schule", jener Künstlervereinigung um Robert Gernhardt, Hans Traxler und F.K. Waechter, die Ende der siebziger Jahre die deutsche Humorkultur revolutionierte. Bernd Pfarr nahm mit spitzer Feder und skurrilen Ideen den Zeitgeist aufs Korn und schuf mit "Sondermann", einem wortwörtlich sonderbaren Buchhalter, eine Kultfigur der Karikatur.
Pfarr begann seine Karriere 1978 mit Zeichnungen für das Satire-Magazin "Titanic", den "Stern" und das 1999 eingestellte "Zeit-Magazin". Der vielseitige Künstler illustrierte auch Buchtitel wie zum Beispiel eine Erich-Kästner-Gesamtausgabe (1998) und Elke Heidenreichs Kinderbuch "Sonst noch was" (1999).
Pfarr erhielt für sein umfangreiches Werk 1998 den Max-und-Moritz-Preis. Unter dem Titel "Komische Kunst" widmete dieses Jahr das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover Pfarrs Comic-Bildern eine Ausstellung. Zuletzt bekam sein Ende vergangenen Jahres zusammen mit Hans Zippert vorgelegtes Buch "Wenn Tiere verreisen" exzellente Kritiken. Bernd Pfarr erlag gestern im Alter von 45 Jahren einer schweren Krankheit.
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