Berlin - Ein Polizeisprecher bestätigte am Mittwochabend eine entsprechende Meldung des Berliner "Tagesspiegels" (Donnerstagausgabe). Ein Sprecher hatte der Zeitung gesagt, die 35-jährige Frau sei schon mehrfach wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung aufgefallen. Sie sei vorläufig festgenommen worden, inzwischen aber wieder auf freiem Fuß. Wie stark die Kunstwerke beschädigt wurden, war zunächst nicht bekannt.
Augenzeugen sagten dem "Tagesspiegel", die Frau sei kurz vor 20.00 Uhr am Mittwochabend so lange auf einem palettenähnlichen Kunstobjekt des New Yorker Künstlers Gordon Matta-Clark herumgesprungen, bis dieses zerbrach. Dann habe sie gerufen: "Flick, jetzt vergebe ich Dir." Anschließend sei sie zum nächsten Kunstwerk Godrons - einem Autoteil - gelaufen, auf dem sie ebenfalls herumsprang.
Kultursenator Thomas Flierl (PDS) habe die Randaliererin beobachtet. Die Zeitung zitierte den Senator mit den Worten: "Sie wirkte sehr euphorisch und sprach mich vorher an: Grüßen Sie den Herrn Flick, es ist eine gute Ausstellung."
Die umstrittene Flick-Collection war am Dienstagabend von Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnet worden. Kritiker werfen dem Kunstsammler und Bilderspender Friedrich Christian Flick vor, die Sammlung aus dem Erbe seines Großvaters erworben zu haben. Dieser war NS-Rüstungsunternehmer und beschäftigte Zwangsarbeiter.
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