Hamburg - Fernsehduelle, zweite Auflage. Vor der Bundestagswahl 2002 hatten sich Bundeskanzler Gerhard Schröder und sein damaliger Herausforderer Edmund Stoiber (CSU) nach amerikanischem Vorbild die ersten Kanzlerkandidaten-Duelle der deutschen Fernsehgeschichte geliefert. Damals moderierten Sabine Christiansen, Mayvrit Illner, Peter Kloeppel und Peter Limbourg von N24. Illner und Christiansen wurden für ihre Interviewführung mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.
Auch zu den vorgezogenen Neuwahlen im September werden nun zwei Sendungen angestrebt, je eine im öffentlich-rechtlichen und im Privatfernsehen. Nach dem Willen der Chefredakteure sollen die Regeln lockerer als zum Bundestagswahlkampf 2002 werden.
Die ARD bestätigte heute, dass sie erneut die ehemalige "Tagesthemen"-Moderatorin Christiansen in die beiden vorgesehenen TV-Duelle zwischen Schröder und Herausforderin Angela Merkel (CDU) schicken wird. Für das ZDF wird wieder Maybrit Illner, für RTL erneut Peter Kloeppel dabei sein. Neu ist der Sat.1-Nachrichtenmann Thomas Kausch, der für Sat.1 ins Fernsehduell einsteigt. Am morgigen Dienstag wollen die vier Sender in einer Telefonschaltkonferenz die Bedingungen für die TV-Duelle erörtern.
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