Köln - "Ich finde es furchtbar, was diese dicke Frau da mit mir macht", schrie Nina Hagen, 50, gestern Abend in der ARD-Sendung. "Jutta Ditfurth ist eine blöde, blöde Kuh. Mit dir werde ich nie wieder reden", beendete die für ihre extravaganten Auftritte bekannte Sängerin ihren Ausbruch, bevor sie eine Weile beleidigt schwieg.
Thema der Sendung war eigentlich die Frage, was die erste deutsche Kanzlerkandidatin Angela Merkel den Frauen bringe. Hagen, die sich für die Grünen einsetzt, sagte: "Mit Merkel will der Staat Kriege machen, ohne Merkel nicht." Darauf sagte die Grünen-Mitbegründerin Ditfurth, die die Partei 1991 im Streit verlassen hatte und zu den schärfsten Kritikern des heimlichen Grünen-Chefs Joschka Fischer gehört: "In Jugoslawien 1999 war Merkel? Das wusste ich noch gar nicht." Daraufhin rief Hagen ungläubig: "Wie? Wir sind in den Krieg gezogen - meine Soldaten?"
Als Ditfurth daraufhin hämisch zu der esoterikbegeisterten Hagen sagte: "Da warst du wohl im Ashram", erwiderte Hagen zunächst noch halbwegs ruhig: "Das finde ich gemein, Jutta. Ich find' das total daneben, was du jetzt sagst." Nach Ditfurths Erwiderung, sie halte Hagen, die immer "wunderschöne Dinge über Gurus" schreibe, für "esoterisch ein bisschen durchgeknallt", rief Hagen immer lauter werdend: "Du kennst mich doch überhaupt nicht! Wie kannst du dich über mich äußern? Über meine Religion und Philosophie? Das ist ein Armutszeugnis!"
Im darauf folgenden Wutausbruch Hagens rief die ebenfalls anwesende CDU-Politikerin Hanna-Renate Laurien, dass die beiden sich genau so benähmen, wie sie es Männern ansonsten vorwürfen. Wenn nicht schlimmer. Die sonst so kühle Moderatorin Sandra Maischberger wirkte jedenfalls komplett überfordert, als sie versuchte, die tobende Sängerin wieder unter Kontrolle zu bekommen.
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