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27.04.2006
 

Ground Zero

Der Freedom Tower wird errichtet

Vier Jahre dauerte der erbitterte Streit darüber, ob und wie das Gelände, auf dem das World Trade Center in New York stand, neu bebaut werden soll.  Jetzt hat sich die Leitung der zuständigen Hafenbehörde auf ein Konzept geeinigt - der Bau könnte schon heute beginnen.

New York - Der nun vorliegende Plan sieht vor, dass der Pächter des Geländes, Larry Silverstein, den Bau von vier der fünf geplanten Wolkenkratzer auf dem "Ground Zero" genannten Gelände an der Südspitze Manhattans übernimmt, darunter die Errichtung des von Stararchitekt Daniel Libeskind konzipierten "Freedom Tower". Die Bauarbeiten für den "Freedom Tower" könnten schon heute endlich beginnen, teilte Silverstein mit.

Baustelle Ground Zero (im September 2005) : "New York hat lange genug gewartet!"
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AFP

Baustelle Ground Zero (im September 2005) : "New York hat lange genug gewartet!"

Das fünfte Gebäude wird von der New Yorker Hafenbehörde gebaut. Nach der Fertigstellung geht die Kontrolle über den "Freedom Tower" an die Hafenbehörde über. Silverstein hatte das World Trade Center nur sechs Wochen vor den Terroranschlägen vom 11. September 2001 für 99 Jahre gepachtet.

Die Bürohäuser sollen an der Stelle gebaut werden, wo einst die Zwillingstürme des World Trade Centers standen. Beide Türme wurden am 11. September 2001 durch die Flugzeuganschläge vollständig zerstört.

Die Zustimmung der Hafenbehörde, der das Gelände am Ground Zero gehört, galt als letzte große Hürde für das Projekt. Pächter Silverstein hatte am Tag vor der Einigung erklärt, er habe allen Bedingungen der Institution für die Neubauten zugestimmt und so den Weg freigemacht.

Silverstein hatte bisher darauf bestanden, dass er allein dazu berechtigt sei, das Gelände neu zu bebauen. Bürgermeister Michael Bloomberg bezweifelte jedoch, dass er die dafür nötigen sieben Milliarden Dollar aufbringen könne, und warf ihm vor, es gehe ihm nur um den eigenen Profit. Der Streit hatte dazu geführt, dass die ursprünglich für April geplante Grundsteinlegung an "Ground Zero" verschoben werden musste.

"New York hat lange genug gewartet", begründete Silverstein sein Einlenken. "Jetzt müssen die gegenseitigen Schuldzuweisungen aufhören, und wir müssen alle zusammenarbeiten, um unsere wichtige Mission zu erfüllen."

Eine Gedenkstätte soll die neuen Gebäude in Manhattan umgeben, mit der an die rund 3000 Menschen erinnert werden soll, die bei den Anschlägen am 11. September 2001 ums Leben kamen.

Der auf dem Gelände geplante "Freedom Tower" ist unter anderem deshalb umstritten, weil er sich als besonders symbolträchtiges Gebäude als Zielscheibe für neue Terrorangriffe anbiete. Der 541 Meter hohe "Freiheitsturm" ist mit geschätzten Baukosten von zwei Milliarden Dollar auch das teuerste Gebäude des geplanten Ensembles.

anr/AFP/Reuters/dpa

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