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29.04.2006
 

Akademie der Künste

Klaus Staeck ist neuer Präsident

Überraschung in Berlin: Der Politgrafiker Klaus Staeck ist zum Präsidenten der Akademie der Künste gewählt worden. Er tritt die Nachfolge des Schweizer Schriftstellers Adolf Muschg an. Über seine Wahl ist Staeck selbst erstaunt.

Berlin - "Was sind das für Zeiten, in denen ein Satiriker zum Präsidenten gewählt wird", sagte Staeck, als er die Wahl heute annahm. Der Grafiker gehört seit mehr als drei Jahrzehnten zu den profiliertesten und gefragtesten politischen Plakatkünstlern Deutschlands. Jetzt soll der 68-Jährige die renommierte, über 300 Jahre alte Berliner Akademie der Künste aus einer ihrer schwersten Krisen führen.

Grafiker Staeck: "Was sind das für Zeiten?"
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DPA

Grafiker Staeck: "Was sind das für Zeiten?"

Vorgänger Muschg war im Dezember wegen Auseinandersetzungen über den künftigen Kurs der Akademie von seinem Amt zurückgetreten. Der Dramatiker Rolf Hochhuth hatte Staeck daraufhin öffentlich für das Amt vorgeschlagen. Dass er tatsächlich gewählt werden würde, war allerdings äußerst unwahrscheinlich - schließlich hatte Staeck mehrfach öffentlich betont, er sei ohnehin überlastet.

Der in Heidelberg lebende Grafiker wurde am 28. Februar 1936 im sächsischen Pulsnitz geboren. Von 1990 bis 1993 war er Mitglied der Ost-Berliner Akademie der Künste, die 1993 in der West-Akademie aufgingen. 1997 wurde der Plakatkünstler stellvertretender Direktor der Abteilung Bildende Kunst der Akademie. In der Vergangenheit hatte Staeck auch mit aktiver Unterstützung der SPD im Wahlkampf von sich reden gemacht.

ffr/dpa/ddp

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