Als erstes lernen Kellner in Deutschland, wie man durch den Gast durchschaut, als wäre er aus Glas. Es ist also ein kostbarer Moment in Ihrem Leben, sollten Sie tatsächlich mal einen Kellner zu fassen kriegen. Überlegen Sie sich deshalb um Gottes willen gründlich, was Sie haben möchten. Erstens bekommen Sie den Kellner nach der Bestellung bis zum nächsten Frühjahr nicht wieder zu Gesicht. Und wenn doch, dann hat er Ihre ursprüngliche Bestellung schon eingebongt. Was in etwa so endgültig ist wie eine notarielle Beglaubigung. Lange Jahre galt der Satz „Draußen nur Kännchen“ als Säulenheiliger deutscher Gastronomie. Heute gibt es draußen meist auch Tassen. Vorausgesetzt, sie wurden eingebongt.
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