Eigentlich ist er in Berlin zu Hause, nicht nur topografisch, sondern auch künstlerisch: Reinhard Kleist verwandelt im Horror-Comic "Berlinoir" die Hauptstadt in eine Metropole des Schreckens, wo Vampire regieren und die Normalsterblichen zur Ader gelassen werden.
Unheil und Gewalt sind die Leitmotive in Kleists Arbeiten, sein bekanntestes Werk "Lovecraft" widmet sich dem amerikanischen Ziehvater der phantastischen Literatur.
Auch die ganz zeitgemäßen Schrecken fasst der studierte Grafiker ins Bild: Unter dem Titel "Fucked" skizzierte er das Leben einer Großstadt-Boheme, die der Ennui zum Terrorismus treibt.
Sein aktuelles Comic-Projekt wechselt das Genre - allerdings nur auf den ersten Blick. Schließlich war Johnny Cash, dessen Biografie Kleist gerade bebildert, ebenfalls gezeichnet von Krankheit, Sucht und Verfall. Für SPIEGEL ONLINE hat der Künstler einen Cash-Song inszeniert - und natürlich gibt auch hier der Tod den Ton an.
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