Santa Monica - Nach Darstellung ihres Anwalts wurden die beiden anonymen Kläger im Oktober vergangenen Jahres von dem Produktionsteam in eine Bar abgeschleppt, wo sie sich mit Alkohol für einen Auftritt in einem Dokumentarfilm locker machen sollten. Dann seien sie in ein Wohnmobil gebracht worden, wo ihnen vorgegaukelt worden sei, "Borat" werde als Anhalter mitgenommen, sagte ihr Anwalt Olivier Taillieu. In einer Szene schauen sie zusammen mit ihm ein Sexvideo von Pamela Anderson.
Nach reichlich Alkoholkonsum hätten seine Mandanten dann eine Einverständniserklärung unterschrieben. Zudem sei den Studenten versichert worden, der Dokumentarfilm werde nur in Europa und nicht in den USA zu sehen sein. "Borat" stürmte jedoch am vergangenen Wochenende auf Anhieb auf Platz eins der amerikanischen Kino-Charts.
Die jungen Männer, die im Film als Mitglieder einer studentischen Verbindung aus South Carolina dargestellt werden, fühlen sich lächerlich gemacht und gedemütigt, wie es in der Klageschrift weiter heißt. Sie litten "emotionale und körperliche Qualen" und fordern eine nicht näher bezifferte Summe Schmerzensgeld. Wenn sie gewusst hätten, dass der Film auch in den USA läuft, hätten sie sich nicht so offen gegeben.
Ein Sprecher der 20th Century Fox hielt dagegen. Er erklärte, die Klage entbehre jeder Grundlage. Der britische Komiker Sacha Baron Cohen spielt in dem gesellschaftskritischen Film einen kasachischen Journalisten, der die USA bereist.
hoc/AP/dpa
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