Köln - Durchschnittlich saß jeder Bundesbürger ab 14 Jahren täglich 227 Minuten vor dem Bildschirm. Damit wurde der Rekordwert des Vorjahres nochmals um eine Minute übertroffen, wie der Werbezeitenvermarkter IP Deutschland in Köln mitteilte. Und das, obwohl es Millionen von Menschen während der Fußballweltmeisterschaft vorgezogen haben, die Spiele statt am Fernseher bei einer der vielen Public-Viewing-Veranstaltungen zu verfolgen.
Noch höhere Werte erreichten im Vergleich mit sieben weiteren Industrienationen nur die USA mit 299, Italien mit 249 und Großbritannien mit täglich durchschnittlich 235 Minuten.
Die Studie ergab außerdem, dass die Nutzung des Internets offenbar keinen negativen Einfluss auf den Fernsehkonsum hat. So seien in Deutschland, ähnlich wie in den Niederlanden, Großbritannien oder den USA deutlich mehr als 50 Prozent der Bevölkerung online. Die Fernsehnutzung habe sich - entgegen der häufigen Annahme - dennoch auf hohem Niveau stabilisiert.
Ein Gewinner des Jahres 2006 war auch der Teletext: 17,07 Millionen Menschen informierten sich den Angaben zufolge im Schnitt jeden Tag im Teletext. Das waren über eine dreiviertel Million mehr als noch im Jahr zuvor. Seit 2000 nahm die Teletext-Nutzung damit um 80 Prozent zu. Obwohl mehr als 50 Prozent der Bevölkerung (37,2 Millionen) mittlerweile online ist, werde aber genauso viel ferngesehen wie früher, zogen die Werbefachleute als Fazit aus der Untersuchung.
hoc/ddp/AP
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