Berlin - Ist es möglich, an den Holocaust in Form eines Kunstwerks zu erinnern? Ist ein monumentales Denkmal mitten im Großstadtlärm dafür geeignet? Eine jahrelange leidenschaftliche Debatte begleitete Planung und Bau des Berliner Denkmals für die ermordeten Juden Europas.
Die Befürchtungen, das Stelenfeld könne von Touristen als Picknickplatz missbraucht oder von Neonazis geschändet werden, haben sich mittlerweile zerstreut. "Die allermeisten Besucher benutzen das Mahnmal sehr vernünftig", zitierte die "Welt" letztes Jahr Stiftungs-Chef Uwe Neumärker.
Jetzt ist die von Peter Eisenman gestaltete Anlage mit dem Architekturpreis des American Institute of Architects (AIA) ausgezeichnet worden. Der AIA Institute Honor Award gilt als höchste Anerkennung für Architektur in den USA und zählt weltweit zu den bedeutendsten Auszeichnungen in diesem Bereich, wie die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM) am Freitag mitteilten.
Das Holocaust-Mahnmal wurde unter 700 Bewerbern ausgewählt. Bei der Preisverleihung im Mai in San Antonio werden insgesamt 29 Gewinner prämiert. Das Denkmal erhält mit dem AIA-Award bereits seine vierte Auszeichnung. Neumärker und BTM-Chef Hanns Peter Nerger erklärtem, die Würdigung bestätige die große internationale Anerkennung der Gedenkstätte.
dan/ddp
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