New York - Der amerikanische Künstler Sol LeWitt, der zunächst als Minimal-Artist, später als Vertreter der Konzeptkunst mit Ausstellungen in aller Welt berühmt wurde, erlag gestern in New York einem Krebsleiden, wie die "New York Times" unter Berufung auf eine Mitarbeiterin des Künstlers berichtet. LeWitt lebte zuletzt mit seiner Ehefrau in Chester in seinem Heimatstaat Connecticut. Der Künstler war sehr öffentlichkeitsscheu. Interviews waren ihm ein Graus; besonders großes Unbehagen machte es ihm, sein eigenes Bild in der Zeitung zu sehen.
Als den "Meister der Konzeptkunst" bezeichnet ihn die "New York Times". Werke von LeWitt sind unter anderem in der Staatsgalerie Moderner Kunst in München, im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) und der Londoner Tate Gallery zu sehen. Im Jahr 2000 wurde in der Stadt Bremen seine mauerartige Skulptur "Three Triangles" aufgestellt.
LeWitt begann seine Karriere zu Beginn der sechziger Jahre, als allgemein nach einer "anderen" Kunst gesucht wurde. Der Zeichner und Grafiker setzte sich zunächst mit dem Entwurf streng geometrischer Formen zur Raumgestaltung auseinander. Sein Schwerpunkt lag in der Gestaltung verschiedener Variationen von Kuben aus Stahl, käfig- und gitterartigen Gebilden.
Ende der Sechziger wurde LeWitt zu einem wichtigen Anreger der konzeptuellen Kunst. Der Sohn jüdischer Einwanderer aus Russland vertrat die Ansicht, dass schon "Ideen allein Kunstwerke sein können" und dass längst nicht alle Ideen physisch ausgeführt werden müssen.
Als Konzeptkünstler konzentrierte er sich auf die gedankliche Konzipierung seiner Werke und überließ die Verwirklichung oft seinen Assistenten.
dab/dpa
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