Hamburg - Schmidts Show läuft vom 25. Oktober an immer donnerstags um 22.45 Uhr und wird "Schmidt & Pocher" heißen, teilte die ARD heute mit. Bisher sind 22 Folgen der Late-Night-Sendung geplant. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) habe sich für die ARD mit der für die Sendung zuständigen Kogel & Schmidt GmbH über die Produktion der neuen, einstündigen Talkshow verständigt, hieß es. Höhere Kosten entstünden der ARD durch Pochers Verpflichtung nicht. Bezahlt werde Pocher von Harald Schmidts Produktionsfirma Bonito TV.
Komiker Pocher: Ab Herbst exklusiv bei der ARD
Die Late-Night-Show des 49-jährigen Schmidt litt zuletzt unter schwindenden Einschaltquoten. Die ARD erhofft sich durch Pocher mehr Resonanz, vor allem bei der Jugend. "Oliver Pocher steht für eine junge Zielgruppe und wird der Sendung neue Impulse geben können", sagte WDR-Programmdirektorin Verena Kulenkampff.
Schmidt selbst gibt sich bedeckt, scheint sich aber auf den neuen "Sidekick" zu freuen: "Herr Pocher und ich werden wöchentlich auf das einschlagen, was wir am meisten lieben: das Fernsehen", wurde Schmidt von der ARD zitiert.
Wie ein ARD-Sprecher auf Anfrage sagte, kam der Vorschlag zum Engagement Pochers von Schmidt selbst. Mit der Verlängerung der Sendung auf eine Stunde bei nur noch einer statt zwei Shows die Woche sehe Schmidt sich vor die Situation gestellt, das Konzept der Sendung zu verändern. Was aus dem bisherigen Co-Moderator Manuel Andrack wird, steht demnach noch nicht fest.
Neben der Co-Moderation bei Schmidt sei es durchaus wahrscheinlich, dass der 29-Jährige Pocher auch eine eigene Show bekomme, sagte der Sprecher. "Ich nehme die sportliche Herausforderung an, mit Herrn Schmidt und neben Herrn Silbereisen den Jugendwahn bei der ARD weiter voranzutreiben", witzelte Pocher. Florian Silbereisen moderiert bei der ARD vorwiegend Volksmusiksendungen, die von älteren Zuschauern gesehen werden.
Für Schmidt, der einen ARD-Vertrag bis 2008 hat, bleibt es künftig bei einer Ausgabe pro Woche am Donnerstag. Den Mittwoch muss er vom Herbst an räumen, weil Frank Plasbergs Diskussionsrunde "Hart aber fair" zu späterer Stunde ins Programm aufgenommen wird. Ob Schmidt der ARD über 2008 verbunden bleibt, ist noch offen.
bor/dpa/AP
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