Von Nils Klawitter, Severin Weiland und Yassin Musharbash
Die Namen der meisten der gut 20 betroffenen Journalisten und Techniker sind noch unbekannt. Denen, deren Namen öffentlich wurden, widerfuhr jedoch in etwa dasselbe wie "taz"-Mann Lee: Sie wurden zunächst zugelassen, dann wurde die Akkreditierung wieder entzogen. Neben Marily Stroux, die sich nun erfolgreich eingeklagt hat, geht es um folgende Journalisten:
Bis zum Freitagnachmittag hatten sich bei den Journalistenverbänden dju, DJV und dem Verein der Ausländischen Presse in Deutschland noch keine weiteren Betroffenen gemeldet.
Bei SPD, Grünen und Linkspartei stießen die Ablehnungen auf heftige Kritik. Fritz Rudolf Körper, Vizefraktionschef der SPD im Bundestag und ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär im Innenministerium, sprach gegenüber SPIEGEL ONLINE von einem "ungeheuerlichen Vorgang", der auf der Linie "der überzogenen Sicherheitsvorkehrungen" liege. Bodo Ramelow von der Linkspartei witterte "russische Verhältnisse", Claudia Roth, Parteichefin der Grünen, nannte die Ablehnungen einen "drastischen Eingriff in die Grundrechte".
Nur CDU-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach sah die Angelegenheit gelassener: "Die Zahl der Nicht-Akkreditierten spricht doch für sich, das ist nur ein Bruchteil", erklärte er im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger" forderte Bosbach allerdings Klarheit über eben jene Gründe. "Es kann nicht sein, dass man sagt: Der darf und der darf nicht, aber wir sagen nicht, warum."
Mitarbeit: Daniel Schmich, Florian Gathmann
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