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01.12.2007
 

Comedy

"Live ist Barth kaum zu toppen"

Die Feuilletonisten werfen ihm gern pubertären Humor vor. Also fragte SPIEGEL ONLINE drei Pubertierende, ob sie über Mario Barth lachen können. Und erfuhr, warum sie den Comedian für einen Primitivling halten - aber trotzdem für einen Realisten.

SPIEGEL ONLINE: Verteilt mal Schulnoten: Wie lustig ist Mario Barth?

Tom: Ich würde ihm eine 2+ geben.

Fabienne: Ich auch.

Maurice: Schließe mich an.

SPIEGEL ONLINE: Welcher Komiker ist besser?

Schülerin Fabienne, 13, die Schüler Tom, 14 und Maurice, 14, Komiker Barth, 35: "Wenn er ein bisschen mehr Haare hätte!"
DPA

Schülerin Fabienne, 13, die Schüler Tom, 14 und Maurice, 14, Komiker Barth, 35: "Wenn er ein bisschen mehr Haare hätte!"

Tom: Schwierig. Live ist Barth kaum zu toppen. Da kommt ihm nur Kurt Krömer nah.

Maurice: Michael Mittermeier vielleicht?

Fabienne: Und Bully und Hape Kerkeling.

SPIEGEL ONLINE: Harald Schmidt?

Tom: Ist ja eher was für Ältere. Mit Pocher aber eine gelungene Mischung.

SPIEGEL ONLINE: Und welche Comedians mögt ihr nicht?

Maurice: Diese Dicke, ganz in Rosa...

Alle drei: Cindy aus Marzahn!

Maurice: Wenn ich die sehe, wird mir übel. Gut finde ich noch Atze Schröder.

SPIEGEL ONLINE: Der ist noch prolliger als Barth.

Maurice: Ja, definitiv. Schon allein diese total übertriebenen Locken. Und dann tut er immer so, als sei er Mister Alleskönner.

SPIEGEL ONLINE: Erzählt doch mal euren Lieblingswitz von Barth.

Fabienne: Geht nicht richtig, weil seine Witze ja immer in einem Zusammenhang stehen. Aber ich mag besonders, wenn er sich darüber aufregt, dass Mädchen immer zu zweit aufs Klo gehen. Das ist ziemlich lustig - und realistisch.

SPIEGEL ONLINE: Also gehst du immer mit einer Freundin auf die Toilette?

Fabienne: Ja, klar. Und alle fragen uns ständig, warum wir das machen. Das ist dann dort nicht so langweilig.

Tom: Also, ich habe dich noch nie gefragt.

Fabienne: Doch.

SPIEGEL ONLINE: Und ihr Jungs, welche Barth-Gags mögt ihr?

Maurice: In einer Szene regt sich Barth darüber auf, dass Frauen im Kino immer alles unrealistisch finden. Zum Beispiel, dass bei "Star Wars" das Laserschwert 600 Meter lang sein müsste. Aber das sähe total dämlich aus.

Tom: Das finde ich auch lustig!

SPIEGEL ONLINE: Warum müsste das Laserschwert denn 600 Meter lang sein?

Maurice: Na ja, weil das Licht unendlich ist.

Fabienne: Mir fällt auch eine gute Szene ein. Barth sagt, dass sich Mädchen ständig Gedanken über das Leben machen und immer die neuesten Neuigkeiten wissen wollen: Diese Wer-was-mit-wem-Fragen.

SPIEGEL ONLINE: Und Jungs stellen solche Fragen nicht?

Fabienne: Hm, Mario Barth meint jedenfalls, nein. Aber ich weiß nicht, ob ich ihm das glauben soll. Der spielt ja eher so einen Proll. So einen Primitivling eben.

SPIEGEL ONLINE: Spielt er die Rolle nur oder ist er ein echter Proll?

Fabienne: Ich glaube, der spielt nur.

Tom: Und ich glaube, der ist auch privat so.

Maurice: Glaube ich auch. Fast genauso wie auf der Bühne. Das kann man doch gar nicht so überzeugend spielen.

SPIEGEL ONLINE: Wenn er wirklich so ist, wäre dieser Privatproll euch sympathisch?

Maurice: Total sympathisch.

Tom: Mir auch.

Fabienne: Mir wäre der viel zu hektisch. Der tigert immer nur rum und redet so schnell. Das ist anstrengend.

Tom: Anstrengend ist, dass er selbst immer neue Witze über Frauen erfinden muss.

SPIEGEL ONLINE: Ist es so, dass er nur Witze über Frauen macht?

Alle drei: Ja!

SPIEGEL ONLINE: Aber die Männer kommen auch nicht besonders gut weg. Er wirkt ja selbst auch eher dumpf.

Maurice: Stimmt schon, manchmal reißt er Männerwitze. Aber so richtig nur ganz, ganz selten.

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