Hamburg - Ein denkwürdiger Tag für Deutschlands Lifestyle-Magazine: Nachdem Ulf Poschardt bei der erst rund ein Jahr alten Zeitschrift "Vanity Fair" heute seinen Posten als Chefredakteur aufgab, hat es nun die Zeitschrift "Max" erwischt. Die Hubert Burda Media als Eigentümerin des bisher monatlichen erscheinenden Lifestyle-Blattes gab heute bekannt, dass die Zeitschrift mit ihrer jetzigen Doppelausgabe Januar/Februar das letzte Mal am Kiosk ausliegen wird. In der Pressemitteilung des Konzerns heißt es, man sehe "keine ausreichende wirtschaftliche Perspektive eines monatlichen MAX-Konzeptes".
"Max"-Cover mit Oliver Pocher: So sah Lifestyle aus
Zum Umfang eines etwaigen Personalabbaus konnte Unternehmenssprecher Uwe Barfknecht gegenüber SPIEGEL ONLINE keine Angaben machen. Die Anzahl der von der Maßnahme betroffenen Redaktionsmitglieder sei allerdings im "deutlich unteren zweistelligen Bereich" anzusiedeln.
Die Redaktion sei laut Barfknecht heute Morgen von Andreas Mayer, dem Geschäftsführer der Verlagsgruppe Milchstraße, über die Pläne des Verlags informiert worden. Man bemühe sich, den betroffenen Mitarbeitern neue Stellen innerhalb des Konzerns zu vermitteln, etwa im Online-Bereich, wo die Marke "Max" erhalten bleiben soll und der Verlag vor allem serviceorientierte Angeboten wie Event- und Gastronomie-Guides oder Shopping-Tipps platzieren will.
Die Zeitschrift "Max" erschien erstmals 1991 in der damals noch eigenständigen Hamburger Verlagsgruppe Milchstraße. Seit 2004 gehört der Verlag zu 100 Prozent der Hubert Burda Media. Um die Jahrtausendwende verkaufte die "Max" oft mehr als 300.000 Exemplare, im dritten Quartal 2007 betrug die verkaufte Auflage der "Max" laut der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) nur noch rund 149.000 Exemplare.
tdo
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