Mainz - Schluss machen will er noch nicht. Aber wenn es denn soweit sein sollte, dann fiele ihm das nicht schwer: "Es gibt Menschen, die brauchen die Bühne, die brauchen das Licht, das ist bei mir nicht so", sagte Thomas Gottschalk bei der Aufzeichnung der ZDF-Sendung "Johannes B. Kerner" für Dienstagabend. "Ich habe unheimlichen Spaß an dem, was ich mache, und solange ich merke, dass auch die Leute den Eindruck haben 'Solange der das macht, gucke ich gerne zu', solange mache ich das", erklärte er.
Zuletzt hatte er selber die Gerüchte über einen möglichen angeheizt, als er öffentlich die Frage stellte, warum er sich "all das noch antun" müsse. Bei der Aufzeichnung der Sendung stellte der 57- Jährige klar: "Ich habe nie gemeint: Warum sollte ich mir das mit "Wetten, dass..?" noch antun." Gottschalk zu Kerner: "Ich habe lediglich gemeint, warum muss ich mir die Kritiker antun, durch die ich gequält und verunsichert werde?"
Der 57-Jährige definierte den Zeitpunkt, wann er aufhören würde, so: "Ich muss genau den Punkt finden, wo ich den Eindruck habe, jetzt braucht mich keiner mehr, nur ich brauch' es noch." Er wisse, dass der Zeitpunkt komme. "Ich hoffe, wenn er später kommt, bin ich darauf gefasst. Es scheint ja offensichtlich gerade in unserem Beruf relativ schwierig zu sein, diesen Moment zu erkennen."
Zu möglichen Nachfolgern sagte Gottschalk: "Natürlich gibt es Leute, die Wetten dass? moderieren könnten. Man muss einfach sehen: Hat diese Sendung die Kraft, noch zwei, drei Jahre mich zu tragen? Habe ich die Kraft, die Sendung noch zwei, drei Jahre zu tragen?" Für geeignet als seinen Nachfolger hält Thomas Gottschalk weder Hape Kerkeling noch Oliver Pocher noch Stefan Raab, wie er sagte.
Gottschalk moderiert das ZDF-Zugpferd mit einer Unterbrechung seit 1988. Seine Einschaltquoten waren zuletzt ein wenig rückläufig, dominierten aber weiterhin den Samstagabend.
ler/AP/dpa
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