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20.05.2008
 

TV-Unterhaltung

Rundfunkrätin beschwert sich über "Schmidt & Pocher"

"Ordinär", "ekelerregend", wie "in der schlimmsten Gosse": Mit scharfen Worten hat eine SWR-Rundfunkrätin eine Folge der TV-Sendung "Schmidt & Pocher" kritisiert. So etwas habe bei den Öffentlich-Rechtlichen "nichts zu suchen", sagte Therese Wieland einem Zeitungsbericht zufolge.

Stuttgart - Die Kritik wird immer heftiger: Erst distanzierten sich ARD-Programmdirektor Günter Struve und MDR-Intendant Udo Reiter, jetzt kommt eine SWR-Rundfunkrätin sogar zu dem Ergebnis, dass derartige Unterhaltung nicht zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk passt.

Der Zorn richtet sich gegen die Ausgabe der Late-Night-Show "Schmidt & Pocher" vom 24. April, in der die Deutschtürkin Reyhan Sahin alias Lady Bitch Ray einen Auftritt hatte.

"Man ist ja schon einiges gewohnt. Aber was da passiert ist, war einfach nur noch ordinär", sagte Therese Wieland, Mitglied im Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR), den "Stuttgarter Nachrichten".

In einem Brief an SWR-Intendant Peter Boudgoust und Fernsehdirektor Bernhard Nellessen übte sie scharfe Kritik an der Ausgabe. In der Sendung seien Ausdrücke gefallen, "die sonst nur in der schlimmsten Gosse" zu hören seien.

"Ich bin nicht prüde, aber das war ekelerregend. So etwas hat bei den Öffentlich-Rechtlichen nichts zu suchen", sagte Wieland.

Der SWR, der bereits 2007 die Verwendung des sogenannten Nazometers in der Show kritisiert und damit heftige Diskussionen ausgelöst hatte, leitete die neuerliche Beschwerde inzwischen an den Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln weiter.

hen/dpa

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