Dresden - Die Briefe waren adressiert an "Herrn Friedrich Schiller" und ihre Aufforderung war deutlich: Schiller möge doch bitte Angaben zu seinem aktuellen TV- und Radiokonsum machen, hieß es darin.
In der "Friedrich Schiller"-Grundschule in Weigsdorf-Köblitz in Sachsen hielt man dies zunächst für einen schlechten Scherz. Doch einem Hinweis an die Gebühreneinzugszentrale (GEZ), dass der 1805 verstorbene Nationaldichter wohl nicht mehr in der Lage sei, ein Radio anzumelden, soll ein weiteres Mahnschreiben der Gebührenfahnder gefolgt sein.
Die GEZ bestätigte am Dienstag gegenüber der "Dresdner Morgenpost" die peinliche Panne - und bemühte sich um eine Erklärung. Man arbeite mit einer Riesenmenge an Daten, weshalb Fehler nicht sofort aufgedeckt würden. Zudem sei Friedrich Schiller kein so ungewöhnlicher Name, sagte eine Sprecherin.
Die Anschrift von "Friedrich Schiller" erhielt die GEZ nach eigenen Angaben von einem Adressenanbieter für die Zielgruppe "Haushalte".
ber/ap
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