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19.10.2008
 

TV-Schwachsinns-Debatte

Heidenreich läutet nächste Kampfrunde ein

Elke Heidenreich geht in die nächste Debatten-Runde gegen das ZDF: "Wo keine Funken fliegen, brennt nichts", schreibt die Kritikerin in einem weiteren Beitrag - trotzdem wolle sie unbedingt als Moderatorin der Sendung "Lesen!" weitermachen.

Frankfurt - Die Literaturkritikerin Elke Heidenreich gibt sich nicht geschlagen: Sie denke gar nicht daran, mit ihrer Büchersendung "Lesen!" aufzuhören, auch nicht, nachdem der ZDF-Intendant Markus Schächter ihr in einem Brief Aggressivität vorgeworfen hatte und ihr nahelegte, die Zusammenarbeit mit dem Sender zu überdenken. "Ich mache auf jeden Fall die letzten beiden Sendungen am 31.10. und am 5.12., und dann wird sich zeigen, ob ein besserer Termin zur Verfügung steht oder nun gar keiner mehr", schrieb sie in einem Beitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ("FAS").

Literaturkritikerin Heidenreich: "Sie hungern uns aus"
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DDP

Literaturkritikerin Heidenreich: "Sie hungern uns aus"

Heidenreich hatte die Kritik des Literaturkritikers Marcel Reich- Ranicki an der mangelnden Qualität des Fernsehens, insbesondere des ZDF, unterstützt und geschrieben, sie schäme sich, beim ZDF zu arbeiten: "Von mir aus schmeißt mich doch raus." Dazu schrieb sie in der "FAS": "Ich gebe zu, das war scharf, aber es war auch nötig, denn wo keine Funken fliegen, brennt nichts. Jetzt brennt es."

Mit Blick auf ihre eigene Sendung "Lesen!", die von Dienstag 22.15 Uhr auf Freitag 22.30 Uhr verlegt worden war, warf Heidenreich dem ZDF vor: "Sie hungern uns aus, und das seit langem vor dem Eklat." Sie forderte, die "Quoten endlich mal kompetent zu hinterfragen".

Es gehe um viel mehr als um persönliche Aversionen: "Der Ring ist eröffnet. Nächste Runde. Ich bleibe drin, ehe ich nicht wegen schlechter Arbeit herausgeworfen werde", so Heidenreich.

Ihren Angaben zufolge hat sich ZDF-Entertainer Thomas Gottschalk, der als Gast für die letzte Sendung in diesem Jahr vorgesehen war, jetzt selbst wieder ausgeladen. Stattdessen werde nun der frühere "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust kommen. "Danach scheitert es dann entweder an Inkompetenz oder Rachsucht der Verantwortlichen, bestimmt nicht an mir", schrieb Heidenreich in dem Beitrag.

hoc/dpa

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