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06.11.2008
 

Nach ZDF-Rauswurf

Heidenreich plant Comeback bei anderem Sender

Von wegen ausgelesen! Die vom ZDF geschasste Elke Heidenreich hat nach eigenen Angaben einen neuen Sender für ihre Büchershow "Lesen!" gefunden. In einem Interview äußerte sich die Moderatorin über ihre Pläne - und teilte kräftig gegen ihren alten Arbeitgeber aus.

Wien/Hamburg - Und jedem Ende wohnt ein neuer Zauber inne. An dieses abgewandelte Hesse-Zitat hält sich offenbar die Literaturkritikerin und prominente TV-Moderatorin Elke Heidenreich. Wie die 65-Jährige das österreichische Wochenmagazin "Format" wissen ließ, will sie mit ihrer vom ZDF abgesetzten Sendung "Lesen!" jetzt bei einem anderen Sender weitermachen.

Moderatorin Heidenreich: "Ich empfinde großen Zorn"
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DPA

Moderatorin Heidenreich: "Ich empfinde großen Zorn"

Die Sendung komme, "so, wie sie ist, mit mir zurück, nur auf einem anderen Platz! Wenn alles läuft, schon ab Dezember", wird Heidenreich in dem Interview zitiert. Sollte alles klappen, würden Details zum Senderwechsel am 28. November auf einer Pressekonferenz in Köln bekanntgegeben.

Heidenreich hatte sich mit sehr deutlichen Worten der Kritik Marcel Reich-Ranickis an der Qualität im deutschen Fernsehen angeschlossen. Daraufhin war ihre Literatur-Sendung "Lesen!" vom ZDF mit sofortiger Wirkung abgesetzt worden.

An ihrem alten Sender ZDF ließ die Moderatorin auch nach ihrem Rauswurf wenig Gutes: "So eine Sendung abzusetzen", sei "infam gewesen". Die Maßnahme stehe in keinem Verhältnis zu ihrer Kritik.

Weiter sagte die Moderatorin: "Ich empfinde großen Zorn auf das ZDF, aber keinen persönlichen Kummer, denn ich selber mache auf jeden Fall weiter", erklärte Heidenreich. "Ich konnte mich nach dem Rauswurf vor Angeboten gar nicht retten und habe mir das Beste rausgesucht."

Maliziös kommentierte Heidenreich die Suche nach einem möglichen Nachfolger beim ZDF: "Denis Scheck, höre ich, bleibt in der ARD, Harald Schmidt wird es mit Sicherheit nicht machen. Vielleicht sollte man ja Bushido fragen oder Dieter Bohlen, dann klappt sicher auch schon ein Sendetermin um 20 Uhr."

tdo/AP

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