Hamburg - Wenn am heutigen Samstagabend die Jubiläumsgala der Stiftung "Ein Herz für Kinder" über die TV-Bildschirme flimmert, dürfte so mancher Verantwortliche des Verlagshauses wehmütig werden.
Für das Jahr 2009 nämlich plant die Axel Springer AG nach Informationen des SPIEGEL, ad hoc alle bislang vorgesehenen großen Veranstaltungen zu streichen. Darüber will der Vorstand an diesem Montag entscheiden.
Betroffen von der Maßnahme sind unter anderem die - bislang vom ZDF übertragene - Verleihung der Goldenen Kamera, der "Bild"-Medienpreis Osgar, aber auch die Ein-Herz-für-Kinder-Gala, das Goldene Lenkrad von "Bild am Sonntag" und der "Sport Bild"-Award sowie etliche andere Verleihungen.
Angesichts der Wirtschafts- und damit Anzeigenflaute will die Springer-Spitze um Vorstandschef Mathias Döpfner lieber an Champagner und Lachshäppchen sparen, als an wertvollen Mitarbeitern und Journalismus, heißt es intern. Man trotze der Krise bislang und wolle schon deshalb solche Randaktivitäten zurückfahren.
Vorstandschef Döpfner möchte die anvisierte Zwangspause auch dazu nutzen, die Konzepte der Events radikal überdenken zu lassen. Im Springer-Vorstand wuchs zuletzt das Unbehagen gegenüber ebenso kostspieligen wie reklamigen Veranstaltungen.
Als erste große Springer-Show trifft es die für Februar geplante Goldene Kamera. Die bereits aufgelaufenen Kosten müssten in Kauf genommen werden, heißt es.
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