Das Projekt war von Anfang an umstritten: Passen der intellektuelle Harald Schmidt und der krawallige Oliver Pocher wirklich zusammen? Die ARD-Granden befanden: ja! Doch nun steht die Late-Night-Show "Schmidt & Pocher" vor dem Aus. Im April 2009 werden die beiden TV-Moderatoren ihre gemeinsame ARD-Sendung definitiv beenden.
"Das war von vornherein ein zeitlich begrenztes Experiment – und zwar von beiden Seiten", sagte Fred Kogel, Produzent von Harald Schmidt und Geschäftsführer der gemeinsamen Firma Kogel & Schmidt im Gespräch mit dem SPIEGEL. "Beiden hat es gut getan. Aber jetzt ist es Zeit, getrennte Wege zu gehen", kündigte Kogel an. "Schmidt spielt im Duo sein Potential nicht aus."
Zu den Plänen für Schmidts Zukunft sagte Kogel gegenüber dem SPIEGEL: "Wir haben ganz klare Vorstellungen, wo wir hinwollen. In einem Wahljahr "will man Schmidt auf einem Level sehen, das sonst im deutschen Fernsehen niemand liefert". Es gehe darum, "die Comedy-Latte wieder höher zu legen in Richtung Anspruch und Intellekt, vergleichbar mit dem US-Polit-Komiker Jon Stewart – aber eben Harald Schmidt."
Anfang Dezember hatte Schmidt noch laut über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Oliver Pocher für die ARD nachgedacht, aber auch einen Wechsel zu einem Privatsender nicht ausgeschlossen. Zuvor hatte er betont, er sei nicht fernsehmüde und habe sogar Lust, seine "Schlagzahl zu erhöhen".
In den vergangenen Monaten waren bei "Schmidt & Pocher" wiederholt Spannungen zwischen den Moderatoren aufgetreten. Im Frühjahr sorgte der Auftritt der Rapperin Lady Bitch Ray für einen Eklat. Sie überreichte Pocher ein Döschen mit Intimsekret als Geschenk, der reagierte wie ein errötender Konfirmand, Schmidt kanzelte ihn vor laufender Kamera ab. Auch in einer Sendung im Mai ließ Schmidt seinen jungen Kompagnon böse auflaufen.
Das Döschen mit Intimsekret blieb nicht ohne Folgen. Der Fernsehausschuss des Südwestrundfunks (SWR) rügte die Late-Night-Show wegen "der zum Teil degoutanten Ausrutscher". Es war nicht das erste Mal, dass Deutschlands prominentestes Moderatorengespann den Ärger des SWR auf sich zog: 2007 hatte SWR-Intendant Peter Boudgoust die Verwendung des sogenannten Nazometers scharf kritisiert und damit eine umfassende Diskussion in Gang gesetzt.
hda/AP
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wünschte ich mir lieber Schmidt weg. mehr...
Schmidt langweilt. Was er da zusammenfügt an Ereignissen könnte Material für eine Büttenrede sein. Mehr aber auch nicht. mehr...
Neuen Meldungen (http://www.hingesehen.net/?p=420) zufolge soll Pocher jetzt mit Jauch zusammen eine Gameshow bekommen. Zumindest soll die Pilotfolge bereits heute abend abgedreht werden, ob das Ganze auch ausgestrahlt wird bzw. [...] mehr...
Schmidt wird aufblühen. Mit Pocher versuchte er, an die junge "Comedy" Anschluss zu finden, das hat er aber nicht nötig. Und es ist auch nicht seine Liga. Das können Atze Schröder und Mirja Bös "besser". [...] mehr...
Na, wenn die Meldung stimmt, ist es keine Katastrophe. Schmidt hat langsam fertig. Am Horizont wartet schon der zdf-"Fernsehgarten". mehr...
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