München/Berlin - Eine Bobbahn runter in einem Asia-Wok: Stefan Raab ist ja fast nichts zu abwegig, um daraus eine Show zu machen. Doch nachdem im vergangenen Jahr der Vorwurf der Schleichwerbung gegen die "Wok-WM" erhoben wurde, ist Schluss mit lustig. Nicht ganz freiwillig kennzeichnet ProSieben die Sendung in diesem Jahr als Dauerwerbesendung.
ProSieben beugt sich damit einem Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin, das eine Klage des Senders gegen die Medienanstalt Berlin-Brandenburg bereits Mitte Dezember abgelehnt hatte.
Die Medienanstalt hatte zuvor die Ausstrahlung der "Wok-WM 2008" beanstandet und den Sender gebeten, die starke Einbindung von Werbung in Zukunft zu unterlassen.
Während der Show waren zahlreiche Logos von Firmen klar zu sehen - und die "Wok-WM" wurde wegen dieser Vermischung von Programm und Werbung kritisiert.
Die Kennzeichnung der diesjährigen Ausstrahlung als Dauerwerbesendung gebe dem Sender nun die Sicherheit, die "Wok-WM" auch ausstrahlen zu dürfen, sagte der Chef-Jurist der ProSiebenSat.1 Media AG Conrad Albert.
Gleichzeitig weist ProSieben die Vorwürfe der Medienanstalt von sich, da der Sender lediglich die Übertragungsrechte besitze, nicht aber die Produktionsrechte. "Wir behalten uns weitere Schritte gegen das Urteil vor", sagte Albert.
Die "Wok-WM" gibt es seit 2003. In der Show fahren Prominente in den asiatischen Töpfen eine Bob- beziehungsweise Rennschlittenbahn herunter. Zu den Teilnehmern gehörten bisher unter anderem Detlef "D!" Soost, Georg Hackl, Sven Hannawald, die Band Die Fantastischen 4 und Haddaway.
"Wok-WM"-Initiator Stefan Raab sagte zu der Entscheidung: "Die Erfolgsgeschichte des Wok-Sports muss weitergehen."
sta/ddp
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