Berlin/Hamburg - Von der Schließung der Berliner Dependance von Sir Norman Fosters Architekturbüro, Foster + Partners seien 76 Mitarbeiter betroffen, berichtet die "Berliner Morgenpost" am Dienstag. Zuvor hatte die Londoner Zentrale die Rückzugspläne gegenüber der Nachrichtenagentur ddp bestätigt. Die Entlassungen seien so gestaffelt, dass die ersten 66 Beschäftigten bereits zum 31. März ihre Jobs verlieren, die restlichen zehn dann Ende Mai. Wie die Zeitung unter Berufung auf "gut informierte Kreise" berichtet, werden die Entlassungen mit Auftragsrückgängen durch die Finanzkrise begründet.
In der Berliner Architektenbranche sorgt die Entscheidung der Londoner Zentrale, sich aus der deutschen Hauptstadt zurückzuziehen, für Unruhe, heißt es weiter. Der Präsident der Berliner Architektenkammer, Klaus Meier-Hartmann, wertete die Schließung des Büros in der Friedenauer Rheinstraße als "erheblichen Schlag". "Bisher merken wir zwar, dass einige Projekte wegen der Krise hinten angestellt werden, doch solche Massenentlassungen haben wir noch nicht beobachtet", sagte er der Zeitung.
Der britische Architekt und Designer Sir Norman Foster gehört seit über zwei Jahrzehnten zu den weltweit gefragtesten und erfolgreichsten Architekten. Seine bekanntesten Großprojekte sind die Glaskuppel des Berliner Reichstags (1994-1999), der Frankfurter Commerzbank-Tower (1993-1997), die Dachkonstruktion des Dresdner Hauptbahnhofs (2000-2006) und die Londoner Millennium Bridge (1999). Nach seinen Plänen entstand auch die Philologische Bibliothek der Freien Universität (FU) Berlin in Dahlem. Das Gebäude wurde im September 2005 eröffnet.
sta/ddp
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