München - Das Berliner Architekturbüro Georg Scheel Wetzel hat den Wettbewerb für das NS-Dokumentationszentrum in München gewonnen. Mit großer Mehrheit setzte sich der Entwurf von Bettina Georg, Tobias Scheel und Simon Wetzel gegen 47 Konkurrenten durch.
Die Architekten aus Berlin planen ein würfelartiges Gebäude "mit ausgeprägter Höhenentwicklung", das in "starkem Kontrast zur Umgebung" stehen soll. Der Entwurf der Architekten werde nun dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2011 geplant. Das Zentrum soll auf dem Gelände des ehemaligen "Braunen Hauses" entstehen, der Parteizentrale von Adolf Hitlers NSDAP.
Oberbürgermeister Christian Ude nannte das rund 30 Millionen Euro teuere Dokumentationszentrum den derzeit "bedeutendsten Kulturneubau" in München. Die Stadt stelle sich damit seiner Verantwortung als früherer "Hauptstadt der Bewegung" und wolle die Auseinandersetzung mit den schrecklichen Verfolgungen in der Nazi-Zeit wachhalten.
München ist Bauherrin, aber Bund und das Land beteiligen sich mit jeweils 9,4 Millionen Euro an den Kosten der neuen Einrichtung. Den laufenden Betrieb muss dann die Stadt München alleine finanzieren.
cte/dpa/ddp
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