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19.04.2009
 

Menschenrechte in China

Jackie Chan empört Demokratiebewegung

Chinas Action-Filmstar Jackie Chan findet Freiheit in seiner Heimat nicht so wichtig und hält Zensur und Kontrolle für gut. Chinesen brauchten das, sagte der Schauspieler. Wie chaotisch es zugehen könne, sehe man an Taiwan und Hongkong. Pro-Demokratische Abgeordnete sind empört.

Hongkong - Actionfilm-Star Jackie Chan findet staatliche Überwachung und Zensur, wie sie in Chans Heimat China praktiziert werden, in Ordnung. Er sei nicht sicher, "ob es besser ist, Freiheit zu haben als keine Freiheit zu haben", sagte Chan laut einem Bericht der Zeitung "Sunday Morning Post".

Jackie Chan: "Wir Chinesen brauchen Kontrolle"
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AP

Jackie Chan: "Wir Chinesen brauchen Kontrolle"

Über sich und seine Landsleute sagte Chan: "Ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass wir kontrolliert werden müssen. Wenn wir nicht überwacht werden, tun wir doch, was wir wollen." Bei dem Treffen mit Politikern und Geschäftsleuten in Boao sagte er, zu viel Freiheit könne zu Chaos "wie in Hongkong oder Taiwan" führen.

Der prodemokratische Hongkonger Abgeordnete Leung Kwok-hung widersprach Chan scharf. "Er beleidigt das chinesische Volk, die Chinesen sind keine Haustiere", sagte Leung. Um Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit zu schützen, brauche China die Demokratie. Der Abgeordnete Albert Ho nannte die Äußerungen Chans "rassistisch".

Der taiwanesische Abgeordnete Huang Wie-che entgegnete Chan, der Schauspieler habe "selbst die Freiheit und Demokratie genießen und wirtschaftliche Gewinne des Kapitalismus ernten dürfen". Was Freiheit und Demokratie aber wirklich bedeuten, müsse Chan noch lernen.

In Taiwan, das von Peking als abtrünnige Provinz betrachtet wird, hatte Chan bereits 2004 für Empörung gesorgt, als er die Präsidentschaftswahl als "größten Witz der Welt" bezeichnete.

Auch mit der chinesischen Zensur zeigte sich Chan auf dem Boao-Asien-Forum auf der Insel Hainan einverstanden: "Wenn man in China einen Film machen will, muss man sich an unsere Regeln halten", sagte der 55-Jährige. Sein neuester Film "Shinjuku Incident" war in China als zu gewalttätig verboten worden.

So sehr Chan auch den staatlichen Organen in China vertraut, so wenig hält er von chinesischer Unterhaltungselektronik. Aus Angst, dass ein chinesischer Fernseher explodieren könnte, würde er lieber einen japanischen kaufen, sagte der Schauspieler.

cht/AP/AFP

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