Die sächsische CDU fordert, zukünftig stärker als bisher die im MDR-"Sendegebiet beheimateten Dialekte" zu pflegen. "Sächsisch ist zwar nicht beliebt. Das liegt auch an Walter Ulbrichts Aussprache. Trotzdem hat der MDR die Aufgabe, die Identität der Zuschauer zu stärken", sagt Steffen Heitmann, CDU-Landtagsabgeordneter in Dresden, einst Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, dem SPIEGEL.
Sachsens CDU sieht den Bayerischen Rundfunk als großes Vorbild in Sachen Dialektpflege. "Dort nuschelt Ottfried Fischer Bayerisch zur Hauptsendezeit. Im sächsischen 'Tatort' dürfen, wenn überhaupt, nur Nebenfiguren mit sächsischer Färbung sprechen. Das ist doch skandalös", findet Heitmann.
Beim MDR heißt es, die Prüfung der Frage, ob Sendungen mit sächsischer Sprachfärbung ausgestrahlt werden könnten, habe kurz vor dem Abschluss gestanden. Doch dann sei die Nachricht gekommen, dass Sächsisch der unsympathischste deutsche Dialekt sei. Man prüfe nun weiter.
jol
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