Sonntag, 22. November 2009

Kultur



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14.09.2009
 

Duell-TV-Quoten

ARD gewinnt, Sat.1 verliert, Kandidat Homer Simpson zufrieden

Kanzlerin Merkel und Herausforderer Steinmeier: keine Quotengaranten
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REUTERS

Kanzlerin Merkel und Herausforderer Steinmeier: keine Quotengaranten

Maues Duell, maue Quote: Nur rund 14 Millionen Zuschauer sahen dem Tête-à-Tête von Kanzlerin Merkel und ihrem Herausforderer Steinmeier zu. Die ARD war am stärksten, der große Verlierer des Abends heißt Sat.1 - und Kandidat Homer S. erzielte einen Achtungserfolg.

Hamburg - Große Enthüllungen blieben im TV-Duell der Kanzlerkandidaten ja aus, spannender war da schon der Kampf der Sender, die den verbalen Schlagabtausch parallel ausstrahlten: Das harmlose Scharmützel zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Sonntagabend verfolgten insgesamt 14,18 Millionen Zuschauer auf ARD, ZDF, RTL und Sat.1. Das waren rund sieben Millionen weniger als der Schlagabtausch zwischen Merkel und Gerhard Schröder vor der Bundestagswahl 2005 (20,98 Millionen) vor den Fernseher brachte.

Das 90-minütige TV-Duell wurde von Polit-Köpfen der vier beteiligten Sender moderiert und gleichzeitig live ausgestrahlt: Die ARD schalteten dabei nach Berechnungen des Marktforschungsinstitutes Media-Control 7,86 Millionen Zuschauer (22,7 Prozent Marktanteil) ein, das ZDF 3,47 Millionen (10,3 Prozent) und RTL 2,06 Millionen (6,1 Prozent). Sat.1 war mit mickrigen 790.000 Zuschauern (2,3 Prozent) der große Verlierer im Sender-Wettkampf.

Vor vier Jahren waren es im Ersten 9,7 Millionen, im ZDF 6,06, bei RTL 3,79 Millionen und bei Sat.1 1,43 Millionen Zuschauer. Im Jahr 2002, als es zwischen Schröder und seinem Herausforderer Edmund Stoiber (CSU) zwei Fernsehduelle bei ARD und ZDF sowie RTL und Sat.1 gab, saßen jeweils über 15 Millionen Menschen vor den Bildschirmen.

Zufrieden zeigte sich ProSieben: Der Animationsfilm "Die Simpsons", der zeitgleich gezeigt wurde, erreichte 3,45 Millionen Menschen (Marktanteil 10,3 Prozent). Die Film gewordene Simpson-Familie war zuvor offensiv als Konkurrenzprogramm zum Kanzler-Duell beworben worden, etwa mit Videos in Form von Wahlwerbespots, Plakaten mit Schriftzügen wie "Für mehr Homer" und einer eigenen Internetseite. Angesichts der sicherlich teuren Kampagne dürfte der Sender jedoch mit einem besseren Ergebnis in der werberelevanten Zielgruppe gerechnet haben als dem erzielten Marktanteil von 19,8 Prozent (2,87 Millionen).

can/dpa/ddp

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