Hamburg - Am Mittwoch hatte sich Springer-Chef Mathias Döpfner noch bemüht, die Hoffnung auf eine Trendwende zu verbreiten - trotz eines Umsatzminus von mehr als fünf Prozent in diesem Jahr. Mit Blick auf das kommende Jahr sagte Döpfner: "Wir haben den tiefsten Punkt jetzt wohl hinter uns." Die Mitarbeiter müssen sich dennoch auf weitere Sparmaßnahmen einstellen. Der Springer-Verlag will fünf Regionalredaktionen der "Bild"-Zeitung eindampfen.
Betroffen sind die Standorte Magdeburg, Chemnitz, Rostock und Mannheim, in geringerem Maß auch Berlin. Das teilte "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann am Mittwoch Redaktionsleitern und Führungskräften mit, wie SPIEGEL ONLINE erfuhr. Am Donnerstag wollte Diekmann die Entscheidung den Mitarbeitern verkünden.
Springer-Sprecher Tobias Fröhlich bestätigte die Entscheidung: "Die Regionalredaktionen bleiben erhalten", sagte Fröhlich, "sie werden allerdings nur noch regionale Seiten produzieren, wenn die Themen bundesweite Relevanz haben." Wie viele Mitarbeiter von der Maßnahme betroffen sind, ist noch unklar. Ob jede Regionalausgabe weiterhin einen Redaktionsleiter haben wird, werde noch verhandelt. Nicht von den Kürzungen betroffen sei die Sportberichterstattung.
Fröhlich legte Wert darauf, dass es sich um eine "Umstrukturierung und keine Notmaßnahme" handelt: "Viele Themen der Regionalausgaben haben einfach nicht die Relevanz für die Bundesausgabe und die Chefredaktion möchte andere Prioritäten setzen." So soll ein Büro in Brüssel eingerichtet werden und die Sparte Bewegtbild und Mobile bei bild.de verstärkt werden. Zudem sollten "die Pläne jetzt umgesetzt werden, wo es 'Bild' gut geht".
Döpfner spricht von traumhaften Renditen
Am Mittwoch hatte der Springer-Konzern bekanntgegeben, seinen operativen Gewinn (bereinigtes Ebitda) trotz Umsatzeinbußen gesteigert zu haben - von 92,7 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 102,2 Millionen Euro im laufenden Jahr. Angesichts des Gewinns von 25 Prozent im eigenen Zeitungsgeschäft sagte Döpfner, man lasse sich das Mediengeschäft nicht krankreden - bei "Renditen, von denen andere nur träumen". Springer werde antizyklisch in die bestehenden Zeitungsmarken investieren.
Springers Umsatz lag dagegen mit 631,4 Millionen Euro um drei Prozent unter dem Wert des dritten Quartals 2008. In den ersten neun Monaten sank der Konzernumsatz den Angaben zufolge um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Für das Gesamtjahr erwartet Springer einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang. "Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung des Werbemarktes bleiben wir für das Gesamtjahr bei unserem vorsichtigen Ausblick", sagte Döpfner. Die "robuste Geschäftsentwicklung" zeige aber auch, dass Axel Springer über eine gute Ausgangsposition verfüge, "um von einer vielfach erwarteten Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im kommenden Jahr überdurchschnittlich zu profitieren".
cte/ddp
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Es geht doch wahrlich nicht darum, dass Fallbeil über Zeitungen zu senken. Dass es Unterschiede gibt, ist doch keine Frage. Wer das feststellen zu müssen glaubt, hat die generelle Frage nicht verinnerlicht. Ganz platt: Die [...] mehr...
Für manche Zeitungen gilt vielleicht, dass das Papier das wesentliche Merkmal ist und nicht der Inhalt. Diese Zeitungen werden die Ablösung durch das Internet nicht überleben. Da hilft es hoffentlich auch nicht, mit Hilfe [...] mehr...
Die klassische Zeitung wird einige Veränderungen durchlaufen, verschwinden wird sie nicht. Die Zeitung jetzt todzureden, Todgesagte leben länger!! mehr...
Nie im Leben! Die Zeitung ist ein Medium dass immer noch sehr gefragt ist... Was würde dann wohl mit der CD passieren??! mehr...
ohne Zeitungsverlage wird es ---Zitat--- Lokalen Mist + Todesanzeigen gibt es online f. lau. ---Zitatende--- zum einen schon mal gar nicht mehr geben zum zweiten wohl kaum für lau, denn der Ersteller der Information muss ja [...] mehr...
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