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03.12.2009
 

Israel-Debatte

"Je schuldiger die Juden, desto unschuldiger die Deutschen"

Konfrontation: Israelischer Soldat und palästinensischer Demonstrant nahe Ramallah Zur Großansicht
AP

Konfrontation: Israelischer Soldat und palästinensischer Demonstrant nahe Ramallah

Darf man als Deutscher Israel kritisieren? Und ab wann ist solche Kritik antisemitisch? Die SPIEGEL-Reporter Erich Follath und Henryk M. Broder haben sich per E-Mail-Wechsel eines heiklen deutschen Themas angenommen - als Freunde, was sie nicht daran hindert, vom Dialog zum Angriff überzugehen.

Alles begann mit einem SPIEGEL-ONLINE-Kommentar, den Autor Erich Follath über den "rassistischen" israelischen Außenminister Avigdor Lieberman schrieb - mit Worten der Kritik, die er dem deutschen Außenminister in den Mund legte. Es gab heftige Reaktionen, unter anderem vom SPIEGEL-Kollegen Henryk M. Broder. Dann folgte ein Essay Follaths über Irans Präsident Mahmud Ahmedinedschad und Israels Premier Benjamin Netanjahu, die er - ohne sie moralisch gleichzusetzen - "Zwillinge im Geiste" nannte, "beide gefangen in der Absolutheit ihres Anspruchs, beide besessen von einer messianischen Mission". Wieder antwortete Broder sehr kritisch auf seiner Website "Achse des Guten". Follath schickte dem Kollegen daraufhin eine Mail - und eröffnete so einen Briefwechsel, der ursprünglich nicht zur Veröffentlichung bestimmt war, aus dem die beiden Kontrahenten dem SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE aber Auszüge zur Verfügung stellten.

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insgesamt 339 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
07.12.2009 von Landegaard: wird dünn

Vielleicht ein Missverständnis. Wenn Sie von der Entlastung als Motiv der Kritik an den Juden sprechen, so impliziert das das Vorhandensein einer Last, von der Entlastung gesucht wird. Soweit dabei? Nun, was eine Last das sein [...] mehr...

07.12.2009 von oliver twist aka maga: ...

[QUOTE=Vadim1989;4677208] Mit Kriterien, lieber Vadim, ist es immer so eine Sache. Idealerweise sind sie sehr genau ausformuliert, um eine gummihafte Auslegung zu verhindern. Diese Kriterien sind es (zumindest in dieser Form) [...] mehr...

07.12.2009 von @ Johannes: Nebenbei bemerkt:

Die "ultraorthodoxen Juden" sind aber eindeutig nicht "die Juden", also lassen Sie Ihre dummen Spielchen hier, okay?! mehr...

07.12.2009 von @ Johannes: .

Schon wieder dieses Erbschuldsyndrom, schein Ihr ganz persönliches Problem zu sein. Kein Mensch hat je hier behauptet, dass Sie oder irgendjemand Ihrer Familie unmittelbar Schuld auf sich geladen haben. Keine Ahnung, warum [...] mehr...

07.12.2009 von Landegaard: wer definiert denn und warum?

Langsam. Broder hat nicht definiert, was Antisemitismus ist, das wollen andere, um anhand ihrer Definitionen Urteile zu fällen. Landegaard hat auch nicht definiert, was gesunder Menschenverstand ist, auch das wollen andere, aus [...] mehr...

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Zur Person

Erich Follath, Jahrgang 1949, in Schwaben geborener Sohn ungarndeutscher Flüchtlinge, reiste als 19-Jähriger erstmals nach Israel, um dort sechs Wochen lang in einem Kibbuz zu arbeiten. Als Journalist hat er später Titelgeschichten über Israel geschrieben, israelische Politiker wie Schimon Peres und Benjamin Netanjahu interviewt und ein Buch zum Thema verfasst ("Das Auge Davids").

Zum Autor

DPA
Henryk M. Broder wurde 1946 in Kattowitz als Sohn jüdischer Eltern geboren. Broder, der von 1981 bis 1990 in Jerusalem lebte, gilt als einer der streitbarsten Autoren Deutschlands, der schon früh der Linken vorwarf, den traditionellen Antisemitismus ihrer Eltern gegen einen politisch korrekten Antizionismus eingetauscht zu haben. Sein Buch "Hurra, wir kapitulieren" über den Umgang Europas mit den Islamisten wurde 2006 ein Bestseller.





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