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12.12.2009
 

Neuer Chefredakteur

Naumann will "Cicero" pluralistischer machen

Michael Naumann: "Die Hoffnung, dass Schriftsteller zu gesellschaftlichen Problemen etwas Besonderes zu sagen haben, ist leider zu oft enttäuscht worden."Zur Großansicht
DDP

Michael Naumann: "Die Hoffnung, dass Schriftsteller zu gesellschaftlichen Problemen etwas Besonderes zu sagen haben, ist leider zu oft enttäuscht worden."

Der künftige "Cicero"-Chefredakteur Michael Naumann will das Debattenmagazin aus der wertkonservativen Ecke holen: Künftig solle das Monatsblatt ein breiteres Meinungsspektrum abbilden und pluralistischer werden.

Hamburg - Im Gespräch mit dem SPIEGEL sagte Naumann, die Grundausrichtung des Magazins bleibe bestehen: "Der 'Cicero' ist konservativ. Das ist keine Frage." Es gehe nicht darum, ein völlig neues Blatt zu machen. "Aber pluralistischer soll es werden", sagte er. Zudem möchte Naumann das Heft "stärker für außenpolitische und Globalisierungsfragen öffnen".

Eine "Literarisierung der politischen und ökonomischen Debatte" werde es nicht geben. "Die alte deutsche Hoffnung, dass Schriftsteller zu gesellschaftlichen Problemen etwas Besonderes zu sagen haben, ist leider zu oft enttäuscht worden", fuhr Naumann fort. Er wolle sich daher in Zukunft "stärker auf fachlich ausgewiesene Journalisten verlassen".

Der "Zeit"-Herausgeber und ehemalige Kulturstaatsminister wird seine neue Stelle nach Angaben des Schweizer Medienkonzerns Ringier am 1. Februar kommenden Jahres antreten. Der bisherige Chefredakteur und "Cicero"-Gründer Wolfram Weimer wechselt in gleicher Funktion zum Münchner Nachrichtenmagazin "Focus".

Dort soll er die Nachfolge von Helmut Markwort antreten, der aber Herausgeber bleibt. Starttag für Weimer in München bleibt der 1. September 2010, wie der "Focus" auf Nachfrage bestätigte.

hil

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insgesamt 3 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
14.12.2009 von MeTwo: von wegen...

Meine Prognose: Naumann fährt den Cicero gegen die Wand! Das Blättchen hat sich konservativ positioniert und diese altlinke 68er Soze will das Ruder komplett rumreißen. Mit dem SPIEGEL und der Zeit ist das linke, politisch [...] mehr...

13.12.2009 von saul7: Warum

muß sich Naumann nun noch mit fast siebzig Jahren den Tort antun den "Cicero" auf Vordermann zu bringen? Hat er denn immer noch nicht genug von seiner verkorksten Wahl zum Hamburger Bürgermeister? mehr...

12.12.2009 von mörk: ...

Dann darf man hoffen, dass der Cicero nun nicht auf Zeit-Niveau sinkt (das ja auch nur noch minimal über Spiegel-Niveau liegt). Warum Weimer das Magazin aufgibt, das er selbst gegründet hat ... naja, das Boulevardblättchen [...] mehr...

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