Über 60 Jahre lang stand die Schauspielerin Jean Simmons vor Film- und Fernsehkameras. In rund 50 Spielfilmen und in fast ebenso vielen Fernsehproduktionen wirkte sie mit. 1958 wurde sie mit einem Ehren- Golden-Globe als "vielseitigste Schauspielerin" gewürdigt.
Nun trauert die Filmwelt um die Britische Beauty in Hollywood. Am Freitagabend starb sie in ihrem Haus im kalifornischen Santa Monica. Das teilte die Agentin der Schauspielerin, Judy Page, der "Los Angeles Times" mit. Simmons war 80 Jahre alt und litt an Lungenkrebs.
Simmons wurde am 31. Januar 1929 in London geboren. Im Alter von 14 Jahren wurde die Tochter eines Turnlehrers ohne jede Schauspielerfahrung für eine Rolle in "Give Us the Moon" an der Seite der damals gefragten Margaret Lockwood ausgewählt. Laurence Olivier machte sie 1948, noch nicht einmal 20-jährig, als Ophelia in seinem "Hamlet"-Film weltberühmt. Für diese Rolle kürten die Filmfestspiele in Venedig sie zur besten Darstellerin, in Hollywood wurde sie für einen Oscar nominiert.
Makellos schön
1950 heiratete die Britin ihren Landsmann Stewart Granger, zusammen gingen sie nach Hollywood. Als Filmstar machte sie Karriere: Mit ihrer makellosen Schönheit zog die Schauspielerin auf der Leinwand Hollywoods berühmteste Männer in ihren Bann. Gregory Peck verfiel der brünetten Beauty in dem William-Wyler-Western "Weites Land" (1958). In Stanley Kubricks "Spartacus" (1960) glänzte Simmons an der Seite von Kirk Douglas und Laurence Olivier. In dem Kostümfilm "Desirée" machte sie Marlon Brando, der den jungen Napoleon mimt, als Geliebte schöne Augen.
Doch ihre Ehe mit Granger hielt dem Erfolgsdruck in Hollywood nicht stand. 1960 ließ sie sich von ihm scheiden, die damals dreijährige Tochter wurde ihr zugesprochen. Gleich darauf heiratete sie den Regisseur Richard Brooks. Der drehte im selben Jahr mit ihr den Streifen "Elmer Gantry" mit Burt Lancaster als scheinheiliger Prediger und Simmons als fromme Missionarin.
Nach einer weiteren Oscar-Nominierung 1969 für das Ehedrama "The Happy Ending" (mit John Forsythe und Lloyd Bridges) ging es mit ihrer Leinwandkarriere ab den siebziger Jahren bergab. Nur noch selten holte man sie vor die Filmkamera, wie 1995, als sie neben Winona Ryder und Anne Bancroft in dem Frauenfilm "Ein amerikanischer Quilt" auftrat. Simmons wechselte zum Fernsehen und landete Rollen in Serien und TV- Filmen wie "Fackeln im Sturm" und "Star Trek: The Next Generation". Für ihre Rolle als Fee Cleary in "Die Dornenvögel" erhielt sie 1983 einen Emmy. 2008 übernahm sie die Rolle einer Witwe in dem britischen Familiendrama "Shadows in the Sun".
cib/dpa/apn
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Ich mag es grundsätzlich nicht, wenn jemand in Diskussionsforen in der Mehrzahl spricht und dabei die "anonyme Masse" zu vereinnahmen versucht. Das Thema ist mir dabei völlig egal und es war auch nicht pietätlis [...] mehr...
Wenn der User Pnin_ in seinem Post das Wort 'uns' verwendet, meint er sicherlich die Gemeinschaft derer, die Jean Simmons gerne auf der Leinwand gesehen haben und in einem Nachruf ein paar angemessene Worte dazusagen wollen! [...] mehr...
Nichts gegen Frau Simmons, aber warum neigen manche Leute immer dazu im Pluralis majestatis zu sprechen? mehr...
Die erwaehnten Filme sind Klassiker, die man sich immer wieder anschauen kann. Frau Simmons wird uns als exzellente Schauspielerin in Erinnerung bleiben. mehr...
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