Worum geht es? In einem Interview mit der Myvideo.de-Sendung " Clixoom" stellte sich Bushido vor, er würde von Alice Schwarzer befragt: "Die merkt, okay, ich kriege den nicht über die Macho-Schiene, und sagt dann: Wie waren denn die Titten damals von deiner Mutter, als du als kleiner Junge dran gesaugt hast?" Das wäre der Punkt, an dem er nicht mehr reif und überlegt und entspannt reagieren könnte; da würde er nur noch sagen können: "Ganz ehrlich, fick dich ins Knie, du Fotze."
Der Hintergrund für dieses imaginäre Interview ist, dass Alice Schwarzer 2007 als Vertretung der Talkshow-Moderatorin Sandra Maischberger den Rapper tatsächlich eingeladen hatte, in eine Sendung zum Thema "Früher, härter, unromantischer - Sex ohne Liebe?" zu kommen. Bushido sagte ab - offiziell wegen einer Fußverletzung. Alice Schwarzer vermutete hingegen in der Sendung: "Der hatte nicht die Eier."
Nun antwortet die "Emma"-Gründerin auf die eher obskure Äußerung des Rappers mit grober Klinge und einem offenen Brief: "Seit wann habe ich pornografische Phantasien mit stillenden Müttern? Die hast du! Und genau das ist dein Problem", schreibt Schwarzer auf ihrer Web-Seite. Er mache "das Fass mit mir" jetzt auf, weil er für seinen gerade im Kino laufenden Film " Zeiten ändern dich" Werbung gebrauchen könne: "Was läge da näher, als ein öffentlicher Fight mit Alice Schwarzer?"
Die Journalistin sagt, sie wolle Bushido diesen Gefallen nicht tun - und macht doch genau dies, indem sie ihm in einem offenen Brief vorwirft, er rede von Ehre und Respekt "wie der Blinde von der Farbe". Schwarzer hat allem Anschein nach eine Geschichte in der "Bild am Sonntag" gelesen, in der Bushidos Beziehung zu dem Westberliner Geschäftsmann Arafat A. beleuchtet wird, dessen Polizeiakte mehr als hundert Einträge aufweise. Bushido sei dessen Goldesel, schreiben "BamS" und Schwarzer wortgleich.
Dabei lebe Bushido längst ein braves Leben im biederen Lichterfelde. "Da grillst du, schneidest die Hecken und hörst Depeche Mode. Okay, ich gönn es dir. Nur erzähl uns nichts vom Ghetto, von Verzweiflung und Ehre", schreibt Schwarzer. Bushido sei "nur ein kleinbürgerlicher Spießer, der die echt Verzweifelten abzapft", findet sie und schließt mit den Worten: "Es grüßt dich und vor allem deine Mutter, Alice Schwarzer."
Fortsetzung folgt, jede Wette.
feb
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Eines muss man Bushido lassen: Er liefert zuverlässig Meldungen und Gesprächsstoff. Und das kann man in der Form von keinem anderen Rapper in Deutschland sagen. Wie ein Prisma bricht er Showbusiness und Gesellschaft auf und [...] mehr...
Ja, entlarvend, aber wie der SPON Artikel (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,676600,00.html) treffend schreibt, geht Alice Schwarzer dem Rapper damit dilletantisch auf den Leim. Glauben Sie, Bushido ist dämlich? [...] mehr...
Schon der Minnesänger Walter von der Vogelweide hatte im fernen Mittelalter mit derartig unflätigen Frauenverächtern zu tun und sein Ratschlag gilt noch heute: "Wer ziert heute den Saal der Ehren? Der Anstand der jungen [...] mehr...
Ähäm. Das überrascht Sie noch? Wo haben Sie denn die letzten Jahre gelebt? Kids in Deutschland und der ganzen westlichen Welt geben schon seit den Beatles Geld für "Mist" aus. Die Frage ist doch immer: Wer bestimmt das [...] mehr...
...ist im Showbusiness die halbe Miete wenn nicht gar heutzutage schon die ganze. Mir gefällt Bushidos Geschwätz auch nicht, aber weder muß ich seine Platten kaufen noch muß ich seine Sendungen gucken. Alice Schwarzer würde ich [...] mehr...
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