Hamburg - Bis zum 9. Mai war in der Galerie der Gegenwart noch die Ausstellung "Pop Life" zu sehen, jetzt hat die Hamburger Kunsthalle große Teile ihres Baus für moderne Kunst geschlossen. Dies sei bereits am Dienstag aus brandschutztechnischen Gründen nötig geworden, teilte der Geschäftsführer der Kunsthalle, Roman Passarge, am Freitag mit. Die Räume sollen voraussichtlich bis Oktober für die Öffentlichkeit gesperrt sein.
Damit widersprach Passarge der Darstellung des Vereins "Freunde der Kunsthalle", der ausschließlich Sparzwänge als Grund für die Schließung vermutete. Es sei zwar richtig, dass die Kunsthalle sparen müsse, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Ursächlich für die Schließung sei der Sparzwang aber nicht, sagte Passarge. Nach der Sanierung des Gebäudes werde man sich bemühen, schnell wieder zu eröffnen.
Der zweiteilige, 1997 eröffnete Bau von Oswald Mathias Ungers besteht aus einem vierstöckigen Kubus. Speziell für die Galerie der Gegenwart konzipierten einige Künstler Werke und installierten sie dort: darunter etwa Richard Serras tonnenschweres Blei-Splashing, Ilya Kabakovs Krankenzimmer oder Jenny Holzers an der Decke verlaufendes LED-Band, das den Übergang zwischen Alt- und Neubau herstellt.
hpi/dpa
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