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04.07.2010
 

Ärger um Molkerei-Engagement

Müller-Hohenstein bedauert Werbeaktion

Moderatorin Müller-Hohenstein auf Firmen-Website: "Beende die Arbeit als Schirmherrin"Zur Großansicht

Moderatorin Müller-Hohenstein auf Firmen-Website: "Beende die Arbeit als Schirmherrin"

ZDF-Moderatorin Müller-Hohenstein beendet ihr Engagement für eine Molkerei. Im SPIEGEL bedauerte sie den umstrittenen Auftritt in einem Werbeclip des Unternehmens. Chefredakteur Frey nimmt seine Mitarbeiterin in Schutz.

Hamburg - ZDF-Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein - zurzeit an der Seite von Oliver Kahn bei der Fußball-WM in Südafrika - hat sich für ihre Werbeaktion für das Molkereiunternehmen Weihenstephan entschuldigt. "Das Engagement war ein Fehler, den ich bedaure", sagte sie dem SPIEGEL. "Es war nie meine Absicht zu werben. Ich beende die Arbeit als Schirmherrin des Beirats."

Zugleich distanzierte sie sich von Äußerungen ihrer Agentur, die verbreitet hatte, Ex-Chefredakteur Nikolaus Brender habe ihr die jetzt umstrittene Tätigkeit einst erlaubt. "Die Äußerungen sind nicht mit mir abgesprochen." Brender erklärte dem SPIEGEL, seine Erlaubnis habe er lediglich "für die Mitwirkung bei einer unabhängigen Stiftung zur gesunden Ernährung von Kindern" erteilt. "Eine Aktion für irgendein Produkt hätte ich niemals genehmigt."

In den Arbeitsverträgen von Müller-Hohenstein mit dem ZDF, die er selbst noch abgesegnet habe, sei ihr zudem "insgesamt jede werbliche Tätigkeit ausdrücklich untersagt" worden. Der jetzige Chefredakteur des ZDF, Peter Frey, bestätigte, dass der werbliche Charakter der Aktion im Nebentätigkeitsantrag nicht ersichtlich gewesen sei. Er gehe jedoch davon aus, dass Müller-Hohenstein selbst nicht klar war, dass mit ihr geworben werden soll.

Seit Januar war die ZDF-Sportfrau nach Angaben des Unternehmens als Schirmherrin des "Qualitätsbeirats" tätig. In dem kurzen Film führt sie vier Besucher durch den Betrieb und spricht über gesunde Ernährung. Sie tritt als Moderatorin auf, das ZDF wird namentlich nirgends erwähnt. Ihr Management sprach von Kooperation statt von Werbung; schließlich habe Müller-Hohenstein kein Produkt in die Kamera gehalten oder Vorzüge der Marke gepriesen.

ler

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