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25.01.2012
 

Hitler-Pamphlet

"Mein Kampf" bleibt unter Verschluss

Umstrittene Broschüre: Passagen aus "Mein Kampf" werden unleserlich gemachtZur Großansicht
DPA

Umstrittene Broschüre: Passagen aus "Mein Kampf" werden unleserlich gemacht

Rückzieher im Streit um "Mein Kampf": Der Verleger McGee will Auszüge aus dem Buch doch nicht in seiner Wochenzeitung "Zeitungszeugen" veröffentlichen. So lange der Rechtsstreit mit dem Freistaat Bayern läuft, sollen die Passagen unleserlich bleiben.

Hamburg/München - Kein "Kampf" an deutschen Kiosken: Der Brite Peter McGee will nun vorerst auf die Veröffentlichung von Passagen aus Hitlers Machwerk verzichten. "Wir müssen sicherstellen, dass wir unsere Hauptveröffentlichung "Zeitungszeugen" nicht in Gefahr bringen", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. "So lange das juristische Verfahren läuft, werden wir nur eine Version auf den Markt bringen, in der die Zitate nicht lesbar sind."

An diesem Donnerstag wollte McGee Auszüge aus "Mein Kampf" in einer Extra-Broschüre seiner Wochenzeitung "Zeitungszeugen" veröffentlichen. Nachdem das bayerische Finanzministerium, das die Urheberrechte an dem Buch hält, juristische Schritte eingeleitet hat, ist ihm das Risiko aber zu groß.

Die Passagen sollen nun unleserlich erscheinen - nicht geschwärzt, aber mit einer Art Nebel überzogen. McGee will damit verhindern, dass der Freistaat Bayern die Exemplare am Kiosk beschlagnahmt. Zu der neuen Ankündigung des Verlags äußerte sich das Ministerium am Mittwoch zunächst nicht. Es werde jetzt Gespräche mit den Anwälten geben, sagte ein Sprecher nur.

Nach Ansicht von Verleger McGee wäre es allerdings wichtig, Hitlers Pamphlet auch in Deutschland lesen zu können. "Es ist längst überfällig, dass eine breite Öffentlichkeit die Möglichkeit bekommt, sich mit dem Originaltext auseinanderzusetzen", hatte McGee dem SPIEGEL vergangene Woche gesagt

Gegen die Pläne des Verlags hatte es auch von anderen Seiten Protest gegeben. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, befürchtet reine Profitgier als Motivation für das Projekt.

cbu/dpa

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Die neuesten Beiträge:
26.01.2012 von spiegel-hai: anstößige Lizenzrechte

Drolliger Widerspruch. Will man sich, wie von Ihnen gefordert, mit dem Buch auseinandersetzen, muß man es erwerben, um in seinen Besitz zu gelangen. Gleichzeitig ist derjenige, der das Buch erwirbt, als politisch obskur zu [...] mehr...

26.01.2012 von mimas101: Ich kenne die zwei Bücher im Original

und es ist, heute betrachtet, die Ausgeburt eines Geisteskranken mit seinen Wahnvorstellungen. Was der Mann angerichtet hat muß man nicht nachlesen in dem Pamphlet, das sieht man in Wochenschaubildern ab 1939 bis in die späten [...] mehr...

25.01.2012 von alfredjosef: Lohnt nicht

So isses. "Mein Kampf" ist doch immer wieder im Internet erhältlich, ich hab's auf nem arabischen Link gelesen, aber mal ehrlich: LOHNT NICHT! und ist auch wirklich "outdated". Ich versteh die Aufregung [...] mehr...

25.01.2012 von atherom: Was würde ein Erscheinen bringen?

1. Die heutigen Deutschen würden wieder mal sehen, welchem "Würstchen" sie aufgesessen sind. 2. Die heutigen Deutschen würden sehen, was von der Behauptung zu halten ist "wir haben nichts gewußt" 3. Die [...] mehr...

25.01.2012 von ernstjüngerfan: Zum Totlachen

Der britische Verleger von "Mein Kampf" wird sich doch wohl vor Lachen auf die Schenkel klopfen: soviel kostenlose Werbung durch aufgeregte Medien und hysterische Kommentatoren heizt doch nur die Neugier [...] mehr...

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