Absage der Lead Awards Dieses Jahr kein Preis für Print

Statt 25. Jubiläum nun Pause: Die Lead Awards fallen dieses Jahr aus Kostengründen aus, wie deren Chef Markus Peichl erklärt. Er hofft auf einen Neustart, doch die Zukunft des Medienpreises bleibt ungewiss.


Die Preisverleihung der Lead Awards wird dieses Jahr ausfallen. Das hat Markus Peichl, Chef der Lead Academy, gegenüber dem Branchendienst "Meedia" erklärt. Als Grund dafür gibt er Finanzierungsprobleme an. Die Lead Awards gelten als "Print-Oscars": Seit 1993 zeichnet die Jury unter Vorsitz von Peichl jährlich journalistische Arbeiten aus, in Kategorien, die von "Bester Beitrag", über "Bestes Cover" bis zu "Bestes Magazin" reichen.

Das Event wird über Anzeigenseiten finanziert, welche Verlage sponsern. Doch deren Unterstützung lässt nach. Daher fand bereits 2016 Jahr nur eine abgespeckte Version der Preisverleihung des deutschen Medienpreises statt, Peichl sprang persönlich mit Geld bei. Statt dem 25. Jubiläum pausiert das Projekt 2017.

Peichl gibt sich dennoch hoffnungsvoll. "Wir wollen die Veranstaltung komplett überarbeiten und noch attraktiver machen, daran arbeiten wir gerade unter Hochdruck. Eine solche Repositionierung schaffen wir aber nicht aus dem laufenden Betrieb heraus." Wie das Konzept für die Lead Awards 2018 und dessen Finanzierung dann aussehen soll, bleibt ungewiss. Peichl verspricht "eine zeitgemäße, vielfältige Veranstaltung, in der auch Onlinemedien und Content eine größere Rolle spielen".

2016 führte das "SZ Magazin" das Ranking der Goldmedaillen-Gewinner an. Als Foto des Jahres wurde das umstrittene Bild des toten Flüchtlingsjungen Alan Kurdi ausgewählt.Traditionell wurden die prämierten Fotostrecken, Magazinbeiträge und Werbekampagnen bislang in den Hamburger Deichtorhallen gezeigt. Durch den Wegfall der diesjährigen Veranstaltung musste das Museum nun spontan seine Alec-Soth-Ausstellung vorverlegen.

toh



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