Chinesischer Regimekritiker Ai Weiwei hofft auf Hilfe von Merkel

Kurz vor Ende seiner Ausstellung in Berlin hofft der chinesische Regimekritiker Ai Weiwei, dass er doch noch eine Ausreisegenehmigung bekommt - der Peking-Besuch Angela Merkels soll es möglich machen.

Ai Weiwei: Kann die Kanzlerin helfen?
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Ai Weiwei: Kann die Kanzlerin helfen?


Hamburg/Peking - "Ich habe meinen Pass noch nicht", sagte Ai Weiwei der Nachrichtenagentur dpa in Peking. "Ich hoffe, ich kann ihn bekommen." Die Polizei erkläre ihm immer, ihm werde der Pass zurückgegeben, aber dabei werde eben kein Zeitpunkt angegeben. Trotzdem hofft der berühmte chinesische Künstler, dass ihm nächste Woche doch noch die Ausreise zu seiner laufenden Ausstellung in Berlin erlaubt werde.

Dabei setzt Ai Weiwei auch auf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er würde sich freuen, wenn die Deutsche seinen Fall in Peking ansprechen könnte. Das müsse aber ihr überlassen werden. "Ich weiß nicht, ob Merkel die Sache erwähnen wird, aber wenn sie Wichtigeres zu diskutieren hat, wäre es mir lieber, wenn sie es lässt." Natürlich wäre er "sehr glücklich", wenn sie seiner Lage ihre Aufmerksamkeit schenken würde. "Ich denke, es wäre hilfreich."

Ai Weiweis bislang größte Werkschau "Evidence" im Martin-Gropius-Bau war wegen des großen Besucherandrangs bis 13. Juli verlängert worden. Diplomaten in Berlin rechnen damit, dass Merkel den Reisewunsch von Ai Weiwei ansprechen wird. Diese Frage bewege die Kanzlerin. Es sei aber nicht dienlich, öffentlich zu viel darüber zu reden.

cbu/dpa

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