Menschenrechte in der Türkei Künstler schreiben offenen Brief an Merkel

Die Unterschriftenliste ist eindrucksvoll: Hundert Kulturschaffende haben einen Aufruf an Angela Merkel unterzeichnet. Die Kanzlerin solle sich bei Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten Davutoglu für Rechtsstaatlichkeit in der Türkei einsetzen.

Gorki-Theaterintendantin Langhoff: Offener Brief an die Kanzlerin
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Gorki-Theaterintendantin Langhoff: Offener Brief an die Kanzlerin


Einige der prominentesten Persönlichkeiten aus dem deutschen Kulturleben sind dem Aufruf von Shermin Langhoff, der Intendantin des Maxim Gorki Theaters in Berlin, gefolgt und haben einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin unterschrieben.

Filmregisseure wie Fatih Akin, Dani Levy oder Christian Petzold, Schauspielerinnen wie Katja Riemann, Jasmin Tabatabai oder Sibel Kekilli, Schriftsteller wie Navid Kermani, Sibylle Berg oder Oliver Polak, Theaterleute wie Carl Hegemann, Matthias Lilienthal oder Amelie Deuflhard, Wissenschaftler, Musiker, Journalisten - insgesamt hundert Erstunterzeichner fordern von Angela Merkel, sich für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Pluralismus in der Türkei einzusetzen.

Anlass ist der Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu zu Regierungskonsultationen in Berlin. Am Freitag wollen Merkel und Davutoglu über den gemeinsamen Kampf gegen den Terror und über Fragen der Migration sprechen.

Ja zur Partnerschaft, nein zu Menschenrechtsverletzungen

Shermin Langhoff und ihre Mitunterzeichner bitten die Kanzlerin, über das Schicksal der vielen Menschen zu sprechen, die in den vergangenen Monaten der Gewalteskalation im Südosten der Türkei zum Opfer gefallen seien. Nach Berichten von Menschenrechtsorganisationen seien bei Auseinandersetzungen zwischen türkischen Sicherheitskräften und Kämpfern der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK seit dem vergangenen Herbst 170 Zivilisten gestorben, heißt es in dem Schreiben. Die türkische Regierung habe nichts dafür unternommen, den Konflikt zu befrieden, so die Unterzeichnenden: "Im Gegenteil: Sie befeuert ihn."

Zudem solle Merkel mit Davutoglu über Meinungsfreiheit sprechen: "27 türkische Akademiker_innen wurden vergangene Woche festgenommen, weil sie einen Friedensaufruf unterzeichnet haben, gegen viele andere wurden Disziplinarverfahren eingeleitet. Can Dündar, Chefredakteur der Tageszeitung 'Cumhuriyet', sitzt im Gefängnis, weil er kritisch über die türkische Regierung berichtet hat."

In dem offenen Brief wird die Bedeutung der Türkei als Partner für Deutschland und Europa hervorgehoben, im Kampf gegen den Terror und in der Flüchtlingsfrage. Partnerschaft könne "jedoch nicht bedeuten, bei Menschenrechtsverletzungen wegzusehen".

Lesen Sie den offenen Brief hier bei Change.org

feb

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insgesamt 20 Beiträge
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matimax 21.01.2016
1. Die arme Frau - eher schafft es sie!
Merkel soll nicht nur Griechenland, den Euro, die EU, die Weltkonjunktur und das Klima retten, sondern auch noch die Menschenrechte in der Türkei bewahren. Ich fürchte, das ist ein bisschen viel verlangt - das schafft sie nicht!
fazil57guenes 21.01.2016
2.
hoffentlich liest "Mutti" dieser "Zwergen-Marionette" einmal richtig die Leviten ! Es ist schon lange überfällig.
event.staller 21.01.2016
3. Einen Spagat wagen
Der Bundeskanzlerin dürfte wohl bewußt sein, daß sie einen Spagat wagen muß: Einerseits auf die Mithilfe der Türkei bei der Lösung des Flüchtlings-Problems setzen und andererseits die Türkei daran erinnern, welche Regeln in einer Europäischen Gemeinschaft gelten. Eines Offenen Briefes deutscher Künstler hätte es da nicht unbedingt bedurft - schon gar nicht mit dem Vorwurf, daß die Menschenrechts-Verletzungen in der Türkei damit "befeuert" werden.
go-west 21.01.2016
4. Recht haben sie!
Das Schlimmste dabei ist, dass das zu gehen auf Erdogan uns kaum einen Vorteil einbringt. Ich spreche Frau Merkel nicht ab, dass die moralische Werte hat. Mit ihrem Umgang mit Erdogan diskreditiert sie sich jedoch selbst.
Özgürlük 21.01.2016
5. Warum schaut Merkel da zu?
Mann ich habe mir wirklich was auf uns eingebildet. Ich dachte wir lassen Unrecht nicht zu. Über 200 Zivilisten tot. Und was sagen wir? Nichts! Im Gegenteil laden diese Leute noch ein und bewirten diese. Warum? Damit Sie uns die Syrer und alle anderen vom Hals halten? Wer hat uns das denn eingebrockt? Das waren doch die? Alles Kälkül von der AKP! Die haben das von langer Hand geplant. Kein Wunder bei dem Beraterstab
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