ARD Aus für Schreinemakers-Show

Kurzes Vergnügen: TV-Veteranin Margarethe Schreinemakers hat kein Glück mit ihrer nachmittäglichen Show in der ARD. Der Sender will das quotenschwache Format umgehend absetzen.


Moderatorin Schreinemakers: Glücklos in der ARD
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Moderatorin Schreinemakers: Glücklos in der ARD

Hamburg - Es sollte eine lockere und praktische Sendung zwischen Ratgeber, Talkshow und Partnerbörse sein, doch die Zuschauer hatten keine große Lust, dabei zuzusehen. Die ARD wird daher die nachmittägliche "Schreinemakers"-Show nicht mehr fortsetzen. In diesem Punkt seien sich die verantwortlichen Redakteure des ARD-Familienprogramms auf ihrer Klausursitzung in München am Dienstag einig gewesen, hieß es aus dem Kreis der Teilnehmer.

"Grund ist die ungenügende Zuschauerzahl", sagte Sendersprecher Lars Jacob in München. Das Erste hatte mit einem zweistelligen Marktanteil gerechnet, durchschnittlich gab es aber nur 6,6 Prozent bei lediglich 0,74 Millionen Zuschauern.

Schon Mitte Februar hatte es Berichte gegeben, wonach sich ein Großteil der ARD-Direktoren für die Einstellung der Show ausgesprochen hatte. Damals hieß es, man wolle Schreinemakers insgesamt 32 Folgen Zeit geben, sich zu bewähren. Die Testphase werde nicht abgebrochen. Die 32. und vorerst letzte Folge der Staffel lief am 1. März. Mit der Empfehlung vom Dienstag wurde eine wichtige Vorentscheidung getroffen, der sich die Direktoren auf ihrer nächsten Tagung am 23. März vermutlich anschließen werden.

Schreinemakers, 45, die nach dem Ende ihrer erfolgreichen Sat.1-Show "Schreinemakers live" Mitte der Neunziger in ein jahrelanges Karrieretief gefallen war, ist mit ihrem TV-Comeback also so gut wie gescheitert. Sie hat nun ebenso wie ihr Vorgänger auf dem Programmplatz um 14.10 Uhr, der Psychologe Dieter Speck, keine Aussichten auf eine Fortsetzung.

Bis zum Jahresende wird die ARD nachmittags immer Wiederholungen der Serie "In aller Freundschaft" ausstrahlen.



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