Nach Facebook-Post ORF erwägt Klage gegen Vizekanzler Strache

In einem Facebook-Posting unterstellte er dem ORF, Lügen zu verbreiten - jetzt muss Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache deshalb mit einem Rechtsstreit rechnen.

Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache
REUTERS

Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache


Das Posting auf der Facebook-Seite von FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache war von ihm mit dem Hinweis "Satire" versehen. Es ist an eine ORF-Werbekampagne angelehnt: Auf einem Bild ist der Fernsehmoderator Armin Wolf zu sehen, der ein Bild von Pinocchio in der Hand hält. Der Slogan dazu: "Es gibt einen Ort, an dem Lügen zu Nachrichten werden. Das ist der ORF."

Nun will Wolf juristisch gegen den rechtspopulistischen Politiker vorgehen, wie "Der Standard" berichtet. Auch der ORF erwägt gegen den mit Vermerk "Satire" versehenen Beitrag zu klagen.

"Ich finde, die Attacken der FPÖ - einer Regierungspartei - auf unabhängige Medien und ihre persönlichen Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten erreichen mittlerweile ein demokratiepolitisch wirklich bedenkliches Ausmaß", zitiert die österreichische Zeitung den Fernsehmoderator. Der ORF wies die "pauschalen Anschuldigungen und Unterstellungen gegenüber seinen Redaktionen sowie gegen Armin Wolf persönlich auf das Schärfste zurück", sagte ein Sprecher der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Strache und andere FPÖ-Politiker sind scharfe Kritiker der Berichterstattung des ORF, sie halten sie für nicht objektiv gegenüber ihrer Partei. Strache unterstrich auf Facebook seine Forderung nach der Abschaffung der "Zwangsgebühren" für den ORF. "Es herrscht Handlungsbedarf für eine rasche und nachhaltige ORF-Reform."

brs/dpa

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