Ausreiseverbot: Iran verweigert regimekritischem Regisseur Berlinale-Besuch

Teherans Mächtige kennen bei Regimekritikern keine Gnade - nicht einmal wenn sie international erfolgreiche Filme drehen. Das erfuhr nun der renommierte Regisseur Jafar Panahi am eigenen Leib: Dem Iraner wurde die Ausreise für einen Besuch der Berlinale nicht gestattet.

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Regisseur Jafar Panahi: Iran verweigert ihm den Besuch der Berlinale

Berlin - Dem renommierten iranischen Regisseur Jafar Panahi ist die Ausreise aus seinem Heimatland verweigert worden. Der Filmemacher sollte im Rahmen des World Cinema Fund Day an der Diskussionsrunde "Iranisches Kino: Gegenwart und Zukunft, Erwartungen innerhalb und außerhalb des Landes" teilnehmen, wie die Filmfestspiele am Dienstag mitteilten.

Berlinale-Chef Dieter Kosslick sagte: "Wir sind überrascht und bedauern zutiefst, dass einem mit vielen internationalen Preisen ausgezeichneten Regisseur verweigert wird, an unserem Jubiläums-Festival teilzunehmen und über seine Vision des Kinos zu sprechen."

Panahi gilt als einer der bedeutendsten unabhängigen Regisseure in Iran. Im Jahr 2000 war er für seinen Film "Der Kreis" mit dem Goldenen Löwen von Venedig ausgezeichnet worden, 2006 bekam er für "Offside" einen Silbernen Bären in Berlin. Im Sommer wurde er festgenommen, als er in Teheran an einer Trauerfeier der iranischen Opposition teilnahm. Gemeinsam mit Frau und Tochter gedachte er damals der Menschen, die bei den Demonstrationen gegen Ahmadinedschads Wiederwahl ums Leben gekommen waren.

cte/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Vorbild Honecker
avollmer 16.02.2010
Ahmadinedschad sollte sich an Honecker ein Beispiel nehmen und die Regimekritiker ziehen lassen. Spass beiseite, was hört man in dieser Angelegenheit vom zuständigen Mitglied der Bundesregierung, von Aussenminister Westerwelle? Hallo Herr Westerwelle! Arbeit! Auf, auf! Nicht so wie diese faulen Harz4er, bewegen Sie sich, sorgen Sie dafür, dass der Regisseur Deutschland und die Berlinale besuchen kann.
2. Ausreiseverbot: Iran verweigert regimekritischen Regisseur Berlinale-Besuch
spiegeldich 16.02.2010
Ahmadinedschad wie man ihn kennt.... Diktaturen haben bekannter maßen eine kurze Halbwertszeit, das lehrt die Geschichte.
3. ++
saul7 17.02.2010
Zitat von sysopTeherans Mächtige kennen bei Regimekritikern keine Gnade - nicht einmal wenn sie international erfolgreiche Filme drehen. Das erfuhr nun der renommierte Regisseur Jafar Panahi am eigenen Leib: Dem Iraner wurde die Ausreise für einen Besuch der Berlinale nicht gestattet. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,678295,00.html
Diktaturen lernen nicht aus der Geschichte, denn sie sind zu schwach, um ein Mindestmaß an Toleranz gegenüber Andersdenkenden aufbringen zu können. Erbärmlich!!!
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