Autorin Ulla Ackermann Jenseits von Afrika

Mit ihrer teilweise erfundenen Autobiografie "Mitten in Afrika" sorgte Ulla Ackermann vor zwei Jahren für einen Skandal und verschwand von der Bildfläche. Auf der kleinen Nordseeinsel Spiekeroog wagt die Autorin nun einen Neuanfang - und gelobt Ehrlichkeit und Akkuratesse.


"Das Ende der Saison" hieß der Leitartikel der in diesem Herbst neu gegründeten "Spiekerooger Zeitung", er handelte vom letzten Wochenende im September, dem schönen warmen Wetter und dem Ende der Fremdenverkehrssaison.

Der Text markiert auch einen Anfang: Ulla Schmitz taucht mit dem von ihr herausgegebenen und fast ausschließlich allein getexteten Blatt aus der Versenkung auf. Vor zwei Jahren hatte die Autorin unter dem Namen Ulla Ackermann für einen Skandal gesorgt, als sich herausstellte, dass ihre Autobiografie "Mitten in Afrika" über weite Teile frei erfunden war. Der Verlag Hoffmann und Campe nahm das Buch damals vom Markt, entschuldigte sich bei den Käufern und zahlte ihnen auf Wunsch sogar den Kaufpreis von 21,90 Euro zurück.

"Es ist ein Neuanfang, ich habe noch nie eine Zeitung gemacht", sagte Schmitz zu SPIEGEL ONLINE. Das Blatt wird die kleine ostfriesische Gemeinde mit Berichten und Hintergrundinformationen zum tagesaktuellen Geschehen, Kulturtipps und bunten Meldungen versorgen. Dabei soll journalistische Akkuratesse, nicht das freie Spiel der Phantasie, den Ton angeben. Zitat des Editorials: "Geschrieben wird nur, was alle beteiligten Seiten bestätigt haben, gedruckt wird nur, was seriös recherchiert ist."



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