Sparpläne Springer will bei "Bild"-Gruppe bis zu 200 Stellen streichen

Die "Bild"-Zeitung macht Gewinn, trotzdem plant der Axel-Springer-Verlag massive Einschnitte bei dem Boulevardblatt. 20 Millionen Euro will der Konzern sparen, bis zu 200 Stellen sind nach SPIEGEL-Informationen bei der "Bild"-Gruppe von der Streichung bedroht.

"Bild"-Zeitung: Die Axel Springer AG plant massive Kürzungen
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"Bild"-Zeitung: Die Axel Springer AG plant massive Kürzungen


Hamburg/Berlin - Der Axel-Springer-Verlag hält offenbar Einschnitte in seinem klassischen Print-Geschäft für notwendig. Wie mehrere mit den Verhandlungen vertraute Springer-Leute dem SPIEGEL bestätigten, geht es bei den aktuell diskutierten Sparszenarien um ein Volumen von 20 Millionen Euro. Offenbar könnten bei der "Bild"-Gruppe im Zuge des Kostensenkungsplans 170 bis 200 Stellen wegfallen.

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Heft 20/2013
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Derzeit diskutiert man bei Springer eine Zusammenführung der "B.Z." mit "Bild Berlin-Brandenburg". Der Lokalteil der Berliner "Bild" würde dann zusammen mit der "B.Z." erstellt werden. Auch die konkreten Mittel und Wege, sich von Mitarbeitern zu trennen, würden bereits durchgespielt. Eine diskutierte Variante sah offenbar vor, "Bild"-, "Bild.de"- und "B.Z."-Redakteure in eine gemeinsame Gesellschaft zu überführen - etwa in die Bild Digital GmbH. Dort arbeiten die Beschäftigten ohne Tarifbindung und auch sonst zu oft deutlich schlechteren Konditionen als ihre traditionellen Print-Kollegen.

Der Verlag hat sich bereits auf Kündigungen eingerichtet: 50 Millionen Euro hat Springer dieses Jahr für "Strukturanpassungen" zurückgestellt. Der Verlag teilte mit, man prüfe derzeit "vielerlei Umbauszenarien". Dementiert wurde nichts. "Wir wollen jetzt die Voraussetzungen schaffen für einen auch wirtschaftlich erfolgreichen multimedialen Journalismus," sagte eine Sprecherin dem SPIEGEL.

Der Springer-Vorstand als Gesamtgremium habe sich bislang nicht mit den "unverbindlichen Planspielen" befasst, heißt es. Nach SPIEGEL-Informationen waren jedoch drei Vorstandsmitglieder in den Runden dabei, in denen über die drastischen Sparziele diskutiert wurde.

Im vergangenen Jahr steuerte "Bild" etwa 300 Millionen Euro Gewinn zum Konzernergebnis bei. Die Rendite des Boulevardblatts liegt nach Informationen des SPIEGEL bei mehr als 30 Prozent.

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insgesamt 92 Beiträge
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Seite 1
kdshp 12.05.2013
1. Bild
Zitat von sysopGetty ImagesDie "Bild"-Zeitung macht Gewinn, trotzdem plant der Axel-Springer-Verlag massive Einschnitte bei dem Boulevardblatt. 20 Millionen Euro will der Konzern sparen, bis zu 200 Stellen sind nach SPIEGEL-Informationen bei der "Bild"-Gruppe von der Streichung bedroht. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/axel-springer-verlag-will-bei-bild-gruppe-bis-200-stellen-streichen-a-899307.html
Geiz ist eben doch geil bzw. bei unternehmen heißt das Gewinnmaximierung und das beste ist die qualität der BILD zeitung wird nicht mal drunter leiden.
Niamey 12.05.2013
2. Wie alle anderen Raffgeier auch!
Zitat von sysopGetty ImagesDie "Bild"-Zeitung macht Gewinn, trotzdem plant der Axel-Springer-Verlag massive Einschnitte bei dem Boulevardblatt. 20 Millionen Euro will der Konzern sparen, bis zu 200 Stellen sind nach SPIEGEL-Informationen bei der "Bild"-Gruppe von der Streichung bedroht. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/axel-springer-verlag-will-bei-bild-gruppe-bis-200-stellen-streichen-a-899307.html
Mich wundert das nicht mehr. Es werden Gewinne gemacht und gleich darauf Sparmaßnahmen bekannt gegeben. Fragt sich nur, welcher rücksichtslose Geldsack sich hier wieder die Taschen vollstopft! Unser Wirtschaftssystem hat ausgedient! Die Reichen werden immer reicher, die Armen weltweit immer ärmer! Diese Linie wird in ein paar Jahren schon, nur noch mit der Armee zu verteidigen sein. Ein wenig Sozialismus mit einigen anderen Ingredenzien muss her!
zeitmax 12.05.2013
3. Noch mehr schlechte Artikel,
Zitat von sysopGetty ImagesDie "Bild"-Zeitung macht Gewinn, trotzdem plant der Axel-Springer-Verlag massive Einschnitte bei dem Boulevardblatt. 20 Millionen Euro will der Konzern sparen, bis zu 200 Stellen sind nach SPIEGEL-Informationen bei der "Bild"-Gruppe von der Streichung bedroht. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/axel-springer-verlag-will-bei-bild-gruppe-bis-200-stellen-streichen-a-899307.html
noch mehr schlampige Recherche, noch mehr Reuters-Einheitsbrei? Dann können die gleich auch noch richtig Papier und Drucker"schwärze" sparen... Das kauft doch kaum einer mehr. Droht dem Allerwelts-SPIEGEL übrigens auch.
kraijjj 12.05.2013
4. Aha
Zitat von sysopGetty ImagesDie "Bild"-Zeitung macht Gewinn, trotzdem plant der Axel-Springer-Verlag massive Einschnitte bei dem Boulevardblatt. 20 Millionen Euro will der Konzern sparen, bis zu 200 Stellen sind nach SPIEGEL-Informationen bei der "Bild"-Gruppe von der Streichung bedroht. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/axel-springer-verlag-will-bei-bild-gruppe-bis-200-stellen-streichen-a-899307.html
"Wir wollen jetzt die Voraussetzungen schaffen für einen auch wirtschaftlich erfolgreichen multimedialen Journalismus," sagte eine Sprecherin – Also 30% Rendite sind nach Meinung der Sprecherin kein wirtschaftlich erfolgreicher Journalismus. – Sehr interessant.. 30% Rendite sind auch inakzeptabel. Da feuert man am besten Mitarbeiter und stellt sie dann aussertariflich wieder ein. Ist wohl auch der wahre Grund hier.
AusVersehen 12.05.2013
5. Bye bye
Zitat von sysopGetty ImagesDie "Bild"-Zeitung macht Gewinn, trotzdem plant der Axel-Springer-Verlag massive Einschnitte bei dem Boulevardblatt. 20 Millionen Euro will der Konzern sparen, bis zu 200 Stellen sind nach SPIEGEL-Informationen bei der "Bild"-Gruppe von der Streichung bedroht. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/axel-springer-verlag-will-bei-bild-gruppe-bis-200-stellen-streichen-a-899307.html
Nicht wenige Firmen, die einmal gut im Markt positioniert waren, hat ein kurzsichtiger Vorstand durch unnötige Sparmaßnahmen langfristig ins Abseits gestellt. Trotzdem haben sie ihre Millionenboni bekommen. Ein sicheres Zeichen, dass die Bild bald mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben wird. Wenn Schlüsselkompetenzen dank Outsourcing abgegeben werden, die Bürokrratie aufgebläht wird, die Produktqualität (naja, bei Bild???) rapide abnimmt und letztendlich die Kunden weglaufen, wird ein weiteres nahmhaftes Unternehmen, trotz laufender Gewinne, kaputtgespart worden sein. DIe 4 jährige Legislaturperiode der Politik wird von kurzsichtigen Managern, die nur noch in Quartalszahlen denken, noch weit unterboten. Bye bye Bild
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