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Bambi-Verleihung: Becker gab Jackson das Millennium-Rehkitz

Schauspieler, Musiker und Sportler ließen sich bei der Bambi-Verleihung in Berlin feiern. Aber keiner erregte so viel Aufsehen wie Michael Jackson, der "King of Pop".

Bambi-Verleihung: Was bespricht Becker mit Jackson?
DPA

Bambi-Verleihung: Was bespricht Becker mit Jackson?

Berlin - Jackson, 44, wurde am Donnerstagabend im Berliner Estrel Convention Center von Tennislegende Boris Becker mit einem "Millennium-Bambi" geehrt. Rund 1000 Ehrengäste, darunter der Sänger Rod Stewart und der Schauspieler Mario Adorf, jubelten, als die "größte Musiklegende unserer Zeit" mit einer "Erfolgsstory, die jede Dimensionen sprengt", den ältesten deutschen Medienpreis des Burda-Verlags entgegennahm.

Jackson bedankte sich artig: "Ich liebe Deutschland, Ihr habt einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen." Und auf Deutsch fügte er hinzu: "Berlin, ich liebe dich!" Jackson wird nach Angaben der Bambi-Veranstalter einen Tag länger in Berlin bleiben und erst am Samstag in die USA zurückfliegen. Am Freitag ist ein Besuch von Schloss Sanssouci in Potsdam geplant.

Ein bewegender Höhepunkt des Abends war aber auch die Auszeichnung der Schauspielerin Maria Schell und ihres Bruders Maximilian für ein Lebenswerk. Das Publikum erhob sich von seinen Plätzen, um die "große alte Dame des deutschen Films" zu ehren, die in einem vergoldeten Sessel auf der Bühne saß und sich, den Tränen nahe, für den Preis bedankte.

Die amerikanische Schauspielerin und Oscar-Gewinnerin Halle Berry, die auf der Berlinale im vergangenen Februar einen Silbernen Bären gewann, sagte bei der Entgegennahme des vergoldeten Rehkitzes überglücklich: "Wer hätte gedacht, dass ich in diesem Jahr mit so vielen wunderbaren Preisen geehrt werde."

Auch Berben bekam ein Bambi

Den Sport-Bambi erhielten der Teamchef der deutschen Nationalmannschaft Rudi Völler, den "Kaiser" Franz Beckenbauer auszeichnete und dabei Mut für die Fußball-WM 2006 in Deutschland machte, und die Schwimmerin Franziska van Almsick. Die Schauspielerin Iris Berben bekam den Preis für Zivilcourage "für ihr mutiges Engagement gegen das Vergessen und für eine Aussöhnung zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland". Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, würdigte Berben als eine "Botschafterin der Aussöhnung" sowie "schönste und charmanteste Mutter Courage der deutschen Gegenwart". Seit mehr als 30 Jahren kämpfe sie gegen Intoleranz, Aggression, Dummheit, Rechtsradikalismus und Antisemitismus.

Die Schauspielerin Hannelore Elsner erhielt ein Bambi in der Kategorie "Film national". Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), zeichnete die TV-Moderatorin Maybrit Illner aus. Der im Rollstuhl sitzende MDR-Intendant Udo Reiter nahm ein "Charity-Bambi" für die ARD-Gala zu Gunsten der Opfer der Flutkatastrophe im Sommer von CDU-Chefin Angela Merkel entgegen.

Weitere Bambis gingen an die amerikanische Sängerin Anastacia, den Regisseur Dieter Wedel für seine Neuinszenierung der Nibelungensage in Worms (mit Mario Adorf), die Popgruppe Bro'Sis, die Sängerin Cecilia Bartoli, die Modemacherin Gabriele Strehle und den RWE- Vorstandschef Dietmar Kuhnt. Den Publikums-Bambi als beste TV- Kommissarin erhielt Ulrike Folkerts.

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