Obamas Bibliothek Der Prachtbau des Ex-Präsidenten

Dass ehemalige Präsidenten eine Bibliothek mit angeschlossenem Museum erhalten, ist in den USA Tradition. Barack Obama hat allerdings etwas größere Pläne als seine Vorgänger.

AP/ Obama Foundation

Barack Obama hat am Mittwoch die Baupläne für seine Präsidentenbibliothek in seiner früheren Heimatstadt Chicago vorgestellt. Dabei sagte der Ex-US-Präsident laut Nachrichtenagentur AFP, ihm sei wichtig, "kein großes Gebäude zu bauen, das tot ist". Obama wünsche sich "ein Zentrum für Aktivitäten für die Gemeinde, die Stadt und das Land".

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Obamas Bibliothek: "Zentrum für Aktivitäten"

Der Komplex aus drei modernen Gebäuden soll in einem Park am Lake Michigan entstehen, wie Obama auf Karten und 3D-Modellen zeigte. Neben einer Bibliothek werden ein Museum und ein Veranstaltungszentrum gebaut. Die Baukosten werden auf rund 500 Millionen Dollar (457 Millionen Euro) geschätzt.

Ehemalige US-Präsidenten erhalten in ihrem Heimatstaat traditionell eine Bibliothek mit angegliedertem Museum, wo Dokumente und andere historische Gegenstände aus ihrer Amtszeit aufbewahrt werden. In Obamas "Presidential Library" sollen den Plänen zufolge aber nicht nur Bücher stehen - sie soll vor allem ein Austausch- und Schulungszentrum sein. Das Ziel der Einrichtung sei, "die nächste Generation von Führungspersönlichkeiten auszubilden", sagte Obama.

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Obamas Lieblingslektüre: Quellen der Inspiration

Das 20.500 Quadratmeter große Gelände liegt im Chicagoer Problemstadtteil South Side. In dem von Armut und Kriminalität gezeichneten Viertel hatte Obama Mitte der Achtzigerjahre als Sozialarbeiter gearbeitet, ehe er an der Elite-Universität Harvard Jura studierte und in die Politik ging.

kae/afp



insgesamt 24 Beiträge
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anonymousx 04.05.2017
1. 500Mio Dollar für eine Bibliothek?
Der Ansatz in Ehren, solche Gebäude sollte es wahrlich mehr geben. Aber 500 Mio Dollar? Diese Menge Geld wird sicher woanders dringender benötigt. Und in diesem Artikel wird darüber berichtet als wäre es etwas mehr als bei den anderen Präsidenten, kein Wort dazu dass eine derartige Summe weit ab jeder Verhältnismäßigkeit liegt.
muellerthomas 04.05.2017
2.
Zitat von anonymousxDer Ansatz in Ehren, solche Gebäude sollte es wahrlich mehr geben. Aber 500 Mio Dollar? Diese Menge Geld wird sicher woanders dringender benötigt. Und in diesem Artikel wird darüber berichtet als wäre es etwas mehr als bei den anderen Präsidenten, kein Wort dazu dass eine derartige Summe weit ab jeder Verhältnismäßigkeit liegt.
Die von GWB hat 250 Mio. gekostet, die von Bill Clinton 165 Mio.
thelaughinggravy 04.05.2017
3.
zum einen sind das private Funds und zum anderen ist die Summe 'nur' doppelt so hoch wie Bush's Bibliothek/Museum. Die wiederum war doppelt so teuer wie Clinton's Bibliothek. Und die wiederum war in etwa so teuer wie Old George Bush's Bibliothek. Also liegt Obama ganz im Trend... und wie viel die Leute von ihrem privat verdienten Geld ausgeben ist doch ihre Sache?
medianet_1 04.05.2017
4. anonymousx setzen 6
Ich frage mich immer warum der Reflex vieler Zeitgenossen, der ist, schreiben ohne recherchieren. Wenn Sie schon anmerken, dass 500 Mio $ viel Geld sind, sollten Sie auch zur Kenntnis nehmen, dass diese Bibliotheken mit Spendengeldern gebaut werden...Das von Bush junior hat übrigens 250 MIO Spendengelder gekostet und soll dem gleichen Zweck dienen.
Bueckstueck 04.05.2017
5.
Zitat von anonymousxDer Ansatz in Ehren, solche Gebäude sollte es wahrlich mehr geben. Aber 500 Mio Dollar? Diese Menge Geld wird sicher woanders dringender benötigt. Und in diesem Artikel wird darüber berichtet als wäre es etwas mehr als bei den anderen Präsidenten, kein Wort dazu dass eine derartige Summe weit ab jeder Verhältnismäßigkeit liegt.
Du hast ja schon reichlich auf den Deckel bekommen - mit Recht, muss man sagen - aber hier etwas, dass noch nicht erwähnt wurde: Multi-purpose Ich werde nicht extra erwähnen, dass es eben auch ein Museum sein wird. Aber sehr wohl, dass die Pläne weit, weit über die "herkömmlichen" presidential libraries hinaus gehen, weil es eben nicht bloss ein Staubfänger und Denkmal sein soll. Dafür spricht schon die Lokalität, quasi im Chicagoer Ghetto. Also: Weniger nörgeln wenn es nichts zu nörgeln gibt, sondern mindestens mal abwarten bis es fertig ist.
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