Nach Lilienthal-Rücktritt Barbara Mundel soll Intendantin der Kammerspiele werden

Der derzeitige Kammerspiele-Chef Matthias Lilienthal war der Münchner Politik und dem Publikum zu experimentell. Jetzt soll die Regisseurin Barbara Mundel seine Nachfolgerin werden.

Barbara Mundel
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Die Theaterregisseurin Barbara Mundel soll die Leitung der renommierten Münchner Kammerspiele übernehmen. Die 59-Jährige könnte zur Spielzeit 2020/21 Intendantin werden und die Nachfolge von Matthias Lilienthal antreten. Dies teilte das städtische Kulturreferat in München bereits am Donnerstag mit. Die gebürtige Hildesheimerin arbeitet derzeit in Nordrhein-Westfalen als Dramaturgin für das internationale Festival "Ruhrtriennale - Festival der Künste".

Der Münchner Kulturreferent Hans-Georg Küppers wird Mundel der Mitteilung zufolge im Oktober dem Stadtrat vorschlagen. Er werde einen Fünfjahresvertrag mit ihr empfehlen. Lilienthal hört im Sommer 2020 auf, nachdem die CSU-Fraktion im rot-schwarzen Rathaus-Bündnis gegen eine Verlängerung seines Vertrags votiert hatte. Den Kritikern war Lilienthals Stil zu experimentell und gesellschaftskritisch.

"Barbara Mundel ist eine versierte, bekannte, erfolgreiche und gut vernetzte Intendantin, die die Münchner Kammerspiele bereits kennt", sagte Küppers. Sie stehe für eine umsichtige Öffnung des Stadttheaters, was Inhalte, Formate und Zielgruppen angehe. "Barbara Mundel wird an die traditionsreiche und stets nach vorne gerichtete Linie der Münchner Kammerspiele anknüpfen."

Mundel sagte der Mitteilung zufolge: "Dass ich nun als Intendantin für die Kammerspiele berufen werden soll, führt mich in eine Theaterstadt zurück, die meinen Werdegang von Anfang an geprägt hat." Hier erwarte sie ein kundiges, neugieriges und diskussionsfreudiges Publikum. "Ich möchte, dass die Kammerspiele auch weiterhin Maßstäbe setzen."

kae/dpa



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